|
Baden-Württemberg will neue Amnestieregelung für Waffen |
|
Dienstag, 27. April 2010 |
|
Stuttgart (ddp-bwb). Die baden-württembergische Landesregierung
will mit einer Bundesratsinitiative für eine neue Amnestieregelung
die Abgabe von illegalen Waffen weiter voranbringen. Die jüngste
Amnestieregelung sei ein großer Erfolg gewesen, sagte Innenminister
Heribert Rech (CDU) am Dienstag in Stuttgart. Dies zeige sich daran,
dass auch nach dem Ablauf der Regelung weiterhin Waffen abgegeben
würden. Die zeitliche Befristung einer solchen Regelung bleibe den
Beratungen auf Bundesebene überlassen. Er und Justizminister Ullrich
Goll (FDP) plädierten jedoch für eine sechsmonatige Amnestie. Das
Land wolle die neue Strafverzichtsregelung zudem auf Munition
ausweiten.
Damit folge die Landesregierung den Empfehlungen des
Sonderauschusses «Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden und
Wendlingen. Jugendgefährdung und Jugendgewalt», sagte Rech. Nach dem
Amoklauf von Winnenden und Wendlingen am 11. März 2009 hätten die
Bürger in Baden-Württemberg zahlreich von der straffreien Abgabe von
Waffen Gebrauch gemacht. Seit Geltung des verschärften Waffengesetzes
ab 25. Juli 2009 bis zum Ablauf der Amnestiefrist Ende Dezember 2009
seien im Südwesten insgesamt 53 000 Waffen abgegeben worden, darunter
7000 illegale. Bundesweit seien in diesem Zeitraum 200 000 Waffen
abgegeben worden.
Nach Angaben des Innenministers gibt es in Baden-Württemberg und
Bayern bundesweit die meisten Jäger und Schützen. Bei 2009 seien bei
1500 Kontrollen im Land 700 Beanstandungen wegen falscher
Aufbewahrung von Waffen ausgesprochen worden. Kontrolliert worden
seien dabei die Waffenbesitzer, die auf wiederholte Anfrage keine
plausible Auskunft über die Aufbewahrung ihrer Waffen gegeben hätten.
Alle Kontrollbehörden im Land seien aufgefordert, bis Mitte 2011 über
den Verlauf der Überprüfungen zu berichten.
(ddp)
Wir halten weitere interssante Meldungen aus dem gleichen Ressort für Sie bereit: Der Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschafts bundes (DGB), Dietmar Muscheid, hat sich gegen die im Bundestag verabschiedete Schuldenbremse ausgesprochen. Die rheinland-pfälzische Landes regierung müsse die hierfür geplante Grundgesetzänderung im Bundesrat ablehnen, forderte Muscheid ... Die Grünen werfen der schwarz-gelben Bundes regierung nach 100
Tagen im Amt Versagen auf ganzer Linie vor. «Alles, was wichtig ist,
wurde verschoben», sagte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast am
Mittwoch in Berlin. ... Die Linke-Abgeordnete Gerrit Große hält trotz ihrer geplanten
Wahl als Vizepräsidentin des Brandenburger Landtags vorerst an ihrem
Amt als bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion fest. Nach
einer Krisensitzung des Vorstandes der ... Die CDU hat im Streit um das Abgeordnetenüberprüfungsgesetz
eingelenkt und verzichtet auf eine Abstimmung am Freitag im Landtag.
Die CDU-Fraktion habe überraschend vorgeschlagen, die Beratungen im
Justizausschuss zu verlängern, sagte ... Die Mehrheit von Deutschlands Schülern würde bei der
Bundestagswahl die SPD wählen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage
des Internetportals schülerVZ, an der mehr als eine Million Schüler
teilnahmen. Hinter ... Union und FDP sehen offenbar Defizite bei der Arbeit von Aufsichtsräten und wollen diese daher professionalisieren. «Dazu werden wir die gesetzlich zulässige Höchstzahl der Aufsichtsratsmitglieder von Aktiengesellschaften verringern»,
zitierte das ...
|