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Köln (ots) - Das Investitionsvolumen, das ein Zahnarzt für die
Praxisgründung aufbringen muss, ist höher als in allen anderen
Arztgruppen. Die durchschnittlichen Investitionskosten für eine
Neugründung sind im Jahr 2007 in Westdeutschland auf 368.000 Euro
gestiegen. Sie haben damit gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent
zugenommen. Dies teilte heute die Kassenzahnärztliche
Bundesvereinigung (KZBV) in Berlin als Ergebnis einer Erhebung mit,
die das Institut der Deutschen Zahnärzte in Kooperation mit der
Deutschen Apotheker- und Ärztebank durchgeführt hat.
"Der Anstieg hängt vor allem mit den wachsenden Kosten für
technische Geräte und Praxiseinrichtung zusammen. Solche
Investitionslasten sind kaum zu schultern, wenn die Vergütung der
zahnärztlichen Leistungen nicht stimmt." Mit diesen Worten
kommentierte der Vorsitzende des Vorstandes der KZBV, Dr. Jürgen
Fedderwitz, die Entwicklung.
Der KZBV-Chef mahnte dringend eine kurzfristige Anhebung der
zahnärztlichen Vergütung im Osten an. Die zahnärztlichen Honorare für
Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung lägen in den neuen
Bundesländern noch immer um fast elf Prozent, in Berlin um mehr als
achteinhalb Prozent unter dem Westdurchschnitt: "Bundesregierung und
Bundestag haben es in der Hand, die Ost-West-Angleichung in der
kommenden Woche im Rahmen der Novelle zum Arzneimittelgesetz zu
beschließen. Das ist die letzte Chance, eine längst überfällige
Anpassung noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen."
Fedderwitz wiederholte die Forderung gerade im Hinblick auf die
Zusage der Bundeskanzlerin, mit Baden-Württemberg einem einzelnen
Bundesland zusätzlich zur Honorarreform weitere 140 Millionen für
ärztliche Honorare zukommen zu lassen: "Wir Zahnärzte brauchen für
den gesamten Osten 165 Mio. Euro. Ich appelliere an Frau Merkel: Hier
jetzt nicht nein zu sagen, ist ein Gebot der Fairness."
Originaltext: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung
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Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV)
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Internet: www.kzbv.de
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