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Berlin (ots) - Mit der Forderung Rabattverträge für Generika
abzuschaffen, setzt die Union ein richtiges Zeichen für den Erhalt
der Therapiefreiheit und bekennt sich zum Standort Deutschland. Der
durch die Rabattverträge erzeugte ruinöse Preiswettbewerb hat
insbesondere die standortgebundene pharmazeutische Industrie an den
Rand der Leistungsfähigkeit gebracht. "Es ist richtig, dieses
Instrument, das von Kassen in marktbeherrschenden Postionen
missbraucht worden ist, abzuschaffen. Die Preise für Generika sind am
Boden. Es muss und kann also hier auch kein erhöhter
Herstellerabschlag eingeführt werden. Mit dieser Forderung
konterkariert die Union ihren richtigen Ansatz. Es wurden teilweise
Zuschläge zu Preisen vergeben, die unterhalb des Herstellerpreises
liegen.", erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des
Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie.
Die Überlegungen der Union sehen vor, im Gegenzug zur Abschaffung
der Rabattverträge einen höheren Pauschalrabatt einzuführen. Doch
durch die Preisspirale der letzten Jahre sind die Preise auf so
niedrigem Niveau, dass eine weitere Rabattierung nicht mehr möglich
ist. "Wichtig ist, dass es für die Patienten wieder möglich wird,
ihre gewohnten Medikamente zu bekommen. Das steigert die
Therapietreue ungemein. Für die Generikaindustrie kann die
Abschaffung der Rabattverträge wieder eine gewisse Planungssicherheit
bringen. In den vergangenen Jahren mussten Rabatte von teilweise 70
Prozent gewährt werden, um überhaupt noch am Markt zu bleiben. Das
führte zu einem Verdrängungswettbewerb zugunsten ostasiatischer
Produzenten, denn unter deutschen Rahmenbedingungen und bei unserer
Qualität waren diese Dumpingpreise die gefordert wurden, nicht mehr
machbar.", so Fahrenkamp.
Originaltext: BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
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