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Düsseldorf (ddp-nrw). Der nordrhein-westfälische Sozialminister
Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich für die Einführung der umstrittenen
Gesundheitsprämie ausgesprochen. «Wir müssen darüber nachdenken, wie
wir den medizinischen Fortschritt weiterhin allen Menschen
ermöglichen können», sagte Laumann der «Rheinischen Post»
(Dienstagausgabe). Die SPD reagierte mit scharfer Kritik auf die
Äußerungen.
«Um den Weg in die Zwei-Klassenmedizin zu vermeiden, müssen wir
über andere Finanzierungsmöglichkeiten nachdenken, wobei eine
Gesundheitsprämie für die zukünftigen Kosten vorstellbar wäre», sagte
Laumann. Unabdingbare Voraussetzung sei aber, dass es einen gerechten
und unkomplizierten Sozialausgleich für diejenigen gebe, die nicht in
der Lage seien, eine Gesundheitsprämie zu zahlen. Laumann fügte
hinzu: «Die Lohnnebenkosten dürfen nicht weiter steigen.»
Die NRW-SPD attackierte Laumann. «Damit ist klar, dass auch die
Regierung Rüttgers die unsoziale Kopfpauschale der schwarz-gelben
Bundesregierung unterstützt. Das ist der Weg in die
Entsolidarisierung der Gesellschaft», sagte SPD-Landeschefin
Hannelore Kraft. «Vor allem für ältere Menschen und Menschen mit
kleinem Einkommen ist das der weitere Abstieg in die
Zwei-Klassen-Medizin. Für die Rentner mit einer durchschnittlichen
Rente von 980 Euro im Monat bedeutet selbst die Einführung einer
kleinen Kopfpauschale von 29 Euro pro Person eine faktische
Rentenkürzung von drei Prozent», sagte die SPD-Spitzenkandidatin. Man
werde Laumanns Pläne bis zur Landtagswahl am 9. Mai zum Thema machen.
(ddp)
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