Gesundheitsfonds: Änderungen der GKV durch die Gesundheitsreform
Montag, 29. Dezember 2008

Gesundheitsfonds startet 2009 –
Neuerungen für Kassenpatienten

Gesundheitssystem in Deutschland im Umbruch
Gleicher Beitrag für alle ab 2009
Am 1.12009 startet der neue Gesundheitsfonds und es ergeben sich einige grundlegende Änderungen für Pflichtversicherte.

Einheitlicher Beitrag und gleiche Leistungen

So gilt ab 1.1. für alle gesetzlich Versicherten eine einheitlicher Beitragssatz von 15,5 Prozent des Bruttogehaltes. Davon müssen die Versicherten 0,9 Prozentpunkte allein bezahlen. Die übrigen 14,6 Prozent tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte.

Der Beitrag ist somit für alle Versicherten gleich. In welcher Krankenkasse man Mitglied ist ist egal. Jeder zahlt erstmal das gleiche. Die Leistungen bleiben weitgehend unverändert und sind von Kasse zu Kasse (anders als es in der Werbung oft suggeriert wird) kaum unterschiedlich. Der Grossteil der Versicherungsleistungen ist durch gesetzliche Regelungen vorgeschrieben und variiert von Kasse zu Kasse nicht wesentlich. Alle gesundheitlich notwendigen Massnahmen werden von jeder Krankenkasse gezahlt.


Unterm Strich wird es für die meisten Versicherten etwas teurer ab 2009 im Vergleich zu 2008, da nur wenige Kassen einen solch hohen Beitrag haben. Für einige wenige Versicherte, die bisher Mitglied in einer teuren Kasse waren wird es hingegen günstiger.



Infokasten Gesundheitsonds:
Der Gesundheitsfonds ist wesentlicher Bestandteil der bereits laufenden Gesundheitsreform. Dieser Fonds stellt einen Geldtopf dar in dem alle Krankenkassenbeiträge zentral gesammelt werden. Jede Kasse sammelt also die Beiträge Ihrer Mitglieder nur noch ein und reicht diese direkt weiter an den Gesundheitsfonds. Aus diesem Topf erhält jede Krankenkasse wieder Gelder zurück um die Versicherungsleistungen für Ihre Versicherten zu bezahlen. Wieviel genau jede Kasse erhält hängt zum einen von der Anzahl der und auch vom Krankenstand der Versicherten ab. Hat ein Kasse viele kranke Mitglieder (die mehr Kosten verursachen) bekommt Sie mehr Geld. Kassen mit überwiegend gesunden Mitgliedern bekommen etwas weniger.




Jedoch haben alle Krankenkassen die Möglichkeiten Zusatzleistungen und Bonusprogramme anzubieten oder Prämien auszuzahlen und sich so für die Versicherten attraktiv zu halten. Kommt ein Kasse z.B. besonders gut mit Ihrem Geld aus, so hat Sie die Möglichkeit Ihren Mitgliedern etwas vom gezahlten Beitrag zurückzuerstatten. Mit Bonusprogrammen können Kassen ebenfalls Ihre Mitglieder entlasten. So können Mitglieder z.B: für besonders gesunde Lebensweisen mit Prämienzahlungen belohnt werden etc.. Bietet eine Kasse solche oder ähnliche Programme an, können Versicherte trotz einheitlichem Beitragssatz etwas an Beitrag sparen.


Allerdings haben alle Krankenversicherungen auch die Möglichkeit nachträglich einen Zusatzbeitrag zu erheben der nicht mit dem Arbeitgeber geteilt wird sondern vom Versicherten allein getragen werden muss. Reichen die Gelder aus dem Fonds einer Krankenkasse nicht aus, so darf die Kasse einen zusätzlichen Beitrag von bis zu 8 Euro pro Monat mehr einfordern, ohne das dabei Rücksicht auf die Einkommensverhältnisse der Versicherten genommen werden muss. Verlangt die Kasse mehr als 8 Euro pro Monat Zusatzbeitrag, so dürfen die zusätzliche Kosten für den Versicherten nicht mehr als 1% des Bruttogehaltes betragen. Tritt dieser Fall ein, so hat allerdings jeder Versicherte ein Sonderkündigungsrecht und kann die Kasse wechseln.


Gerade Aufgrund der gravierenden Änderungen ist es für Versicherte ratsam erst mal abzuwarten und nicht vorschnell die Krankenversicherung zu wechseln. Es bleibt abzuwarten wie die Kassen mit dem Geld auskommen das Sie zur Verfügung gestellt bekommen und wie mit Bonusleistungen und Prämienzahlungen umgegangen wird um dann die Krankenkassen zu vergleichen. Ein Wechsel können alle Pflichtversicherten im Rahmen der normalen Wechselfristen jederzeit vornehmen.


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Vergleich gesetzliche Krankenkasse

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 31. Dezember 2008 )
 
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