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Ingolstadt/Berlin (ddp). Mit einer zentralen Trauerfeier im
Ingolstädter Münster nimmt die Bundeswehr am Samstag (12.00 Uhr)
Abschied von ihren vier in Afghanistan getöteten Kameraden. Sie waren
am 15. April bei einem Taliban-Angriff nahe der Stadt Baghlan ums
Leben gekommen. Neben hochrangigen Gästen aus Bund und Ländern wird
auch der afghanische Außenminister Zalmai Rassoul zu der Trauerfeier
erwartet.
Bei dem zweiten Angriff auf die deutschen ISAF-Kräfte in nur zwei
Wochen wurden ein 32-jähriger Hauptfeldwebel und ein 24-jähriger
Stabsunteroffizier des Gebirgspionierbataillons 8 aus Ingolstadt
(Bayern) sowie einen 38-jährigen Major von der Unteroffizierschule im
oberpfälzischen Weiden (Bayern) getötet. Der vierte Gefallene ist ein
33-jähriger Oberstabsarzt des Bundeswehrkrankenhauses Ulm
(Baden-Württemberg).
An der Trauerfeier werden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU),
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Außenminister
Guido Westerwelle (FDP) sowie der bayerische Ministerpräsident Horst
Seehofer (CSU), der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Stefan
Mappus (CDU), der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker
Wieker, und der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe
(SPD), teilnehmen. Da einer der Gefallen aus Sachsen-Anhalt stammt,
wird nach Angaben der dortigen Staatskanzlei auch
Landes-Innenminister Holger Hövelmann (SPD) nach Ingolstadt kommen.
Die Zeremonie im Münster «Zur Schönen unserer Lieben Frau» wird
voraussichtlich 90 Minuten dauern. Vorgesehen sind zwei Reden von
Guttenberg sowie vom Ingolstädter Oberbürgermeister Alfred Lehmann
(CSU).
Der Anschlag von Baghlan war bereits der zweite schwere Angriff
auf die Bundeswehr in diesem Monat. Erst am Karfreitag waren drei
deutsche Soldaten bei Gefechten gestorben. Seit Beginn des Einsatzes
am Hindukusch vor gut acht Jahren kamen insgesamt 43
Bundeswehrangehörige in Afghanistan ums Leben, 24 davon wurden bei
Anschlägen und Gefechten getötet.
(ddp)
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