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Trier (ddp-rps). Der Trierer Bischof Stephan Ackermann fordert
eine breite Debatte über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Bei
dem Einsatz gehe es darum, dass Gewalt und Unrecht dauerhaft
verhindert werde, sagte Ackermann beim Internationalen
Soldatengottesdienst im Rahmen der Heilig-Rock-Tage vor rund 500
Soldaten am Donnerstag in Trier.
In Afghanistan bedürfe es einer «Perspektive für einen gerechten
Frieden», sagte Ackermann. Die dort stationierten Soldaten müssten
wissen, «wozu sie da sind, was sie erreichen sollen und welche Mittel
sie dazu einsetzen können.» Dazu bräuchten sie auch
«gesellschaftlichen Rückhalt.»
Nach dem Gottesdienst sagte Ackermann, es sei problematisch, dass
die Berichterstattung über den Afghanistan-Einsatz «auf kritische
Situationen fokussiert» sei. Es müssten auch die Fortschritte gezeigt
werden, die der Einsatz für die Zivilbevölkerung bringe.
Brigadegeneral Alois Bach, Kommandeur des Zentrums für Innere
Führung der Bundeswehr, sagte, der Einsatz sei «Ausdruck der
gewachsenen Verantwortung Deutschlands für Frieden und Sicherheit in
der Welt.» Er sei in erster Linie «ein Kampf gegen Terroristen und
religiöse Fanatiker, die sich des Landes und seiner Menschen
bemächtigen wollen.» Es brauche daher eine sicherheitspolitische
Diskussion «über die Tagespolitik hinaus.» Über Fragen der
Konfliktvorsorge, der Konfliktbewältigung und der Nachsorge müsse
«möglichst bald» ein gesellschaftlicher Konsens gefunden werden.
(ddp)
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