Zusatz-Krankenversicherung
Dienstag, 6. Mai 2008

Private Krankenzusatzversicherung

Eine solche Zusatz-Kranken-Versicherung ergänzt die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und verschafft dem Versicherten mehr Leistung sowie einereduzierung der Gesundheitskosten.

Man kann die Krankenzusatzversicherungen im Prinzip in zwei Kategorien einteilen.

Die Zahnzusatzversicherung und die sogenannte Kombi- oder Paket-Krankenzusatzversicherung. Reine Zahnversicherungen haben den Versicherten den Vorteil, das Sie für Zahnbehandlungskosten (wie z.B. Kronen, Brücken, Zahnersatz, Gebisse) mehr Kosten übernehmen als Kombiversicherungen. Die Kombiversicherungen zahlen z.B. zu Zahn-Leistungen weniger hinzu, bringen jedoch Leistungen über eine grössere Bandbreite. Sie zahlen, je nach Anbieter und Tarif, Zahnersatz und Zahnarztkosten, Zuzahlungen zu Sehilfen (Kontaktlinsen und Brillen) oder auch Heilpraktiker. Nachfolgend erfahren Sie mehr über diese beiden Versicherungen.


Mit der Krankenzusatzversicherung vorhandene Lücken der gesetzlichen Versicherung schließen


Gäbe es die verschiedenen Krankenzusatzversicherungen nicht, dann könnte man spätestens beim zweiten Blick auf einen Menschen erkennen, zu welcher Einkommensgruppe er gehört. Vor allem beim Zahnersatz werden die Einschränkungen bei den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen immer deutlicher spürbar. Wer keine regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen über einen längeren Zeitraum nachweisen kann, bekommt gerade einmal einen Zuschuss von fünfzig Prozent zu den so genannten Regelleistungen.


Bei den Regelleistungen werden nicht die Kosten angesetzt, die bei einer möglichst optimalen Versorgung anfallen würden, sondern man legt die Kosten zugrunde, die für eine Grundausstattung mit Zahnersatz in der einfachsten Form in Rechnung gestellt werden würden. Das hat für den betroffenen Patienten sowohl Vor- als auch Nachteile. Der Vorteil besteht darin, dass er die Art der Versorgung selbst bestimmen kann. Der Nachteil ist, dass er die dadurch entstehenden Mehrkosten komplett selbst tragen muss.


Eine Möglichkeit, diese Lücke zu schließen, ist die Krankenzusatzversicherung in Form einer Zahnversicherung. Dabei sollte man allerdings auf eine Klausel achten, die leider in vielen Verträgen zu finden ist und die unter dem Titel Vorleistungen der gesetzlichen Krankenkasse auftaucht. Ungünstig ist, wenn die Formulierungen dort so gewählt sind, dass der Zuschuss aus der privaten Krankenzusatzversicherung nur gewährt wird, wenn die gesetzliche Krankenkasse auch einen Teil der Kosten übernimmt. Das gilt im Übrigen analog für die Krankenzusatzversicherung für Sehhilfen und Hörgeräte. Im Optimalfall sollte diese Klausel die Zahlung unabhängig von einer Vorleistung der gesetzlichen Krankenkasse vorsehen.


Wichtig ist es vor allem bei der Zahnversicherung auch, genau darauf zu schauen, für welche Leistungen die Versicherung aufkommt. Nicht jedes Angebot einer vollständigen Erstattung der Kosten meint auch wirklich die gesamten Kosten. Oft werden nur die Kosten für den Zahnersatz selbst, nicht aber die Kosten für die damit verbundenen Zahnbehandlungen übernommen. Auch sollte man bei Verträgen, die zu Gunsten von Kindern abgeschlossen werden, immer die kieferorthopädische Versorgung mit einschließen lassen, selbst wenn das zwei oder drei Euro monatlich mehr kosten sollte.


Dabei sorgen auch die optionalen Wahltarife einiger Krankenkassen durch eine private Krankenzusatzversicherung als Ergänzung zu den gesetzlichen Leistungen für Abhilfe. Dort kann man sich mit einem Wahltarif als Erwachsener im arbeitsfähigen Alter den doppelten Zuschuss zum Zahnersatz bereits für knapp sechs Euro im Monat sichern. Ähnliche Formen der Wahltarife gibt es auch für die Leistungen von Heilpraktikern, wobei man hier sogar einen Beitragsbonus erhalten kann, wenn man in einem Kalenderjahr eine solche Leistung nicht in Anspruch nehmen muss.


Mit den Wahltarifen haben die gesetzlichen Krankenkassen eine gute Alternative zur privaten Krankenzusatzversicherung geschaffen, die auch älteren Menschen die Möglichkeit bietet, diese Zusatzleistungen für einen günstigen monatlichen Beitrag in Anspruch nehmen zu können. Sie gehören zu denjenigen, die bei den privaten Versicherungen oft durch Beitragszuschläge oder gar Ablehnung der Versicherungsanfrage benachteiligt werden.


Doch nicht nur beim Zahnersatz und bei den medizinisch notwendigen Heil- und Hilfsmitteln ist die Krankenzusatzversicherung eine gute Möglichkeit, die selbst zu tragenden Kostenanteile deutlich minimieren zu können. Auch an anderer Stelle sichert die private Krankenzusatzversicherung den betroffenen Patienten Zusatzleistungen wie beispielsweise die Chefarztbehandlung oder die Unterbringung in einem Einbettzimmer bei einer stationären Behandlung.


Wer sich mit einer Krankenzusatzversicherung rundum absichern möchte, der sollte entweder gleich einen kompletten Pauschalvertrag nehmen oder schauen, dass er eine gute Kombination findet, bei der vom Zahnersatz über die Zahnbehandlung und die Brille bis hin zu Sonderleistungen bei stationären und ambulanten Behandlungen alles abgedeckt ist. Als Faustregel bei der privaten Krankenzusatzversicherung gilt, je jünger man ist, desto günstiger ist auch der zu zahlende Beitrag. Das gilt auch für die optionalen Wahltarife einiger gesetzlicher Krankenkassen, wobei hier die Beitragsdifferenzen nicht ganz so groß sind und die Versicherer auch in der Regel keine Anfrage ablehnen.


Wer viel in aller Welt unterwegs ist, der sollte als Krankenzusatzversicherung auch den Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung ins Auge fassen. Auch das ist inzwischen mit Wahltarifen über die gesetzlichen Krankenkassen möglich. Dort bekommt man schon für fünf Euro pro Jahr sämtliche Leistungen der Krankenkasse, auf die man bei einer Erkrankung innerhalb Deutschlands auch Anspruch hätte. Einige private Versicherer gehen hier sogar so weit, dass alle anfallenden Kosten auch über den Schutz der gesetzlichen Krankenkassen hinaus übernommen werden.


Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Krankenzusatzversicherung sind die verschiedenen Rehabilitationsleistungen. Je nach Ursache der zugrunde liegenden Erkrankung werden unterschiedliche Anteile von den sozialen Trägern übernommen. Bei Arbeitsunfällen beispielsweise zahlen die Berufsgenossenschaften alle Behandlungs- und Rehabilitationskosten. Auch eine private Unfallversicherung kann einen Teil dieser Kosten übernehmen. Doch was ist, wenn hier kein Unfall, sondern beispielweise eine Infektion oder eine Krebserkrankung Auslöser für die Notwendigkeit einer intensiven Therapie sind? Dann greift weder der Schutz der Berufsgenossenschaft noch der Schutz der Unfallversicherung. Deshalb bietet einige Krankenzusatzversicherungen auch verbesserte Leistungen bei Anschlussheilbehandlungen und präventiven Kuren.


Bei der Auswahl eines geeigneten Anbieters für die private Krankenzusatzversicherung sollte man vor allem bei zu versichernden Kindern darauf achten, dass mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres nicht sämtliche Beitragsvorteile wegfallen. Einige Gesellschaften belohnen das frühe Abschließen einer Krankenzusatzversicherung damit, dass die Beiträge nach dem 18. Geburtstag nur in minimalen Schritten erhöht werden. Auch sollte die Abwicklung im Schadensfall möglichst unbürokratisch möglich sein, wobei es besonders optimal ist, wenn der behandelnde Arzt gleich mit dem Versicherer direkt abrechnen kann, denn so muss man als Patient nicht erst in Vorleistung gehen.


Grundsätzlich gilt für den Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung, dass man das auf jeden Fall präventiv schon vor einer bestehenden Notwendigkeit einer Behandlung tun sollte, denn bereits begonnene Behandlungen werden in den Versicherungsvertrag nicht mit eingeschlossen. Weiter sollte man bei der privaten Krankversicherung auch gleich fragen, ob es für zusätzliche Vorsorgemaßnahmen oder privat initiierte Präventionsmaßnahmen Zuschüsse oder Beitragsnachlässe gibt, was bei einigen Versicherern durchaus der Fall ist, weil sie sich darüber im Klaren sind, dass eine umfassende Prävention die Zahl der zu regulierenden Schadensfälle deutlich reduzieren kann.


Links zum Thema:
Vergleiche & Hotline Zahnzusatzversicherung I Checkliste Zahnversicherung

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. Oktober 2012 )
 

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