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Wiesbaden (ots) - Im Jahr 2008 ist die Zahl der Ehescheidungen um
3% gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) mitteilt, wurden 2008 in Deutschland etwa 191 900 Ehen
geschieden; 2007 waren rund 187 100 Ehescheidungen registriert
worden. Damit wurden 2008 von 1 000 bestehenden Ehen 11 geschieden,
im Jahr 1993 waren es dagegen nur 8 von 1 000 Ehen gewesen.
Von 1992 bis 2003 war die Zahl der Ehescheidungen mit Ausnahme des
Jahres 1999 beständig von 135 000 auf 214 000 angestiegen, wobei in
den neuen Ländern in den Jahren 1992 bis 1996 vorübergehend sehr
wenige Ehen geschieden wurden. Nachdem die Ehescheidungen in
Deutschland von 2004 bis 2007 abgenommen hatten, ist für das Jahr
2008 wieder ein Anstieg zu verzeichnen.
Bei den im Jahr 2008 geschiedenen Ehen wurde der Scheidungsantrag
in 104 000 Fällen von der Frau (54,2%) und in 71 500 Fällen (37,2%)
vom Mann gestellt. In den übrigen Fällen beantragten beide Ehegatten
die Scheidung. Gegenüber 2007 ist die Zahl der nur vom Mann
beantragten Ehescheidungen um 5,1% angestiegen, nur von der Frau
gestellte Scheidungsanträge stiegen leicht um 0,8% an.
Bei der Mehrzahl aller Ehescheidungen sind die Ehepartner
zumindest ein Jahr getrennt. 162 500 Ehen (84,6%) wurden im Jahr 2008
nach einjähriger Trennung geschieden, dies waren 4 900 Ehen oder 3,1%
mehr als 2007. Bei 3 100 Scheidungen waren die Partner noch kein Jahr
getrennt gewesen (+ 2,8% gegenüber dem Vorjahr). Die Zahl der
Scheidungen nach dreijähriger Trennung ist mit 25 200 leicht
zurückgegangen (- 1,5%).
2008 betrug die durchschnittliche Ehedauer bei der Scheidung 14,1
Jahre. 2007 waren die Partner in Durchschnitt 13,9 Jahre verheiratet
gewesen und 1990 11,5 Jahre. Somit setzt sich die Tendenz der
vergangenen Jahre zu einer längeren Ehedauer bis zur Scheidung fort.
Von den im Jahr 2008 geschiedenen Ehepaaren hatten knapp die
Hälfte Kinder unter 18 Jahren. Gegenüber 2007 hat die Zahl der von
der Scheidung ihrer Eltern betroffenen minderjährigen Kinder von 145
000 auf 150 200 und damit um 3,6% zugenommen.
Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung
unter www.destatis.de.
Weitere Auskünfte gibt:
Martin Conrad,
Telefon: (0611) 75-2358,
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Originaltext: Statistisches Bundesamt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32102
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Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
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