ots: Statistisches Bundesamt / Umsatzvolumen über elektronischen Handel steigt
Donnerstag, 26. November 2009


Wiesbaden (ots) - Rund 12% aller Unternehmen in Deutschland haben
nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2008
ihre Waren oder Dienstleistungen auch über das Internet oder andere
elektronische Netzwerke verkauft. Dieser Anteil bewegt sich damit
seit 2005 auf einem gleichbleibenden Niveau. Demgegenüber ist das
Umsatzvolumen gestiegen, das über die elektronischen Vertriebswege
erzielt wird. Diejenigen Unternehmen, die im Jahr 2008 Produkte oder
Dienstleistungen über elektronische Netze veräußerten, erzielten auf
diesem Wege bereits 39% ihres Gesamtumsatzes. Im Jahr 2005 lag dieser
Anteil noch bei 30%.

Zu den elektronischen Vertriebswegen gehören neben Verkäufen über
die unternehmenseigene Website auch solche mittels automatisierten
Datenaustauschs. Überdurchschnittlich ausgebaut sind solche
E-Commerce-Strukturen in Deutschland im Fahrzeugbau. 35% der
Unternehmen dieses Wirtschaftsbereichs gaben an, im Jahr 2008
Verkäufe über elektronische Netzwerke getätigt zu haben. Sie
erzielten damit mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes ihrer Branche
(52%). Der größte Anteil des Online-Umsatzes im Fahrzeugbau wurde
dabei via automatisierten Datenaustausch realisiert (93%). Dies
deutet auf feste Kunden-Lieferanten-Beziehungen in diesem
Wirtschaftszweig hin.

Auch im Bereich Kultur, Sport und Unterhaltung sowie im
Hotellerie- und Beherbergungsgewerbe setzen überdurchschnittlich
viele Unternehmen auf den elektronischen Vertriebskanal: 30%
beziehungsweise 26% der Unternehmen in diesen Wirtschaftsbereichen
nahmen im Jahr 2008 am elektronischen Handel teil. Hier trugen die
Verkäufe über elektronische Vertriebswege allerdings nur mit rund 2%
beziehungsweise 12% zum Gesamtumsatz der jeweiligen Branche bei. Im
Gegensatz zum Fahrzeugbau, bei dem der automatisierte Datenaustausch
als Vertriebsweg dominiert, wurde in beiden Branchen der Großteil der
elektronischen Umsätze über eine unternehmenseigene Website
generiert: Im Bereich Kultur, Sport und Unterhaltung lag dieser
Anteil an allen elektronischen Umsätzen bei 66%, im Hotellerie- und
Beherbergungsgewerbe bei 76%.

Sicherheit und Datenschutz sind nach wie vor wichtige Themen beim
elektronischen Handel. Gerade im Online-Bestellprozess, bei dem
sensible Kundeninformationen wie Kreditkarten-Daten übermittelt
werden, sollten die online übertragenen Angaben zum Beispiel durch
den Einsatz von Verschlüsselungsprotokollen vor unerlaubtem Mitlesen,
Kopieren oder Fälschen geschützt werden. Im Januar 2009
gewährleisteten jedoch lediglich 31% der Unternehmen, die über ihre
Website Produkte oder Dienstleistungen verkauften, ihren Kunden eine
verschlüsselte Datenübertragung.

Ein aktuelles Gesamtbild der Informationsgesellschaft in
Deutschland liefert die neue Ausgabe des Themenheftes
"Informationsgesellschaft in Deutschland - Ausgabe 2009", welche
kostenlos über den Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes
heruntergeladen werden kann.

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Oliver Bauer,
Telefon: (0611) 75-8500,
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Originaltext: Statistisches Bundesamt
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