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Wiesbaden (ots) - Der Frauenanteil in Justizvollzugsanstalten ist
nach wie vor sehr gering: Am 30. November 2009 waren laut
Statistischem Bundesamt (Destatis) nur gut 3 800 der insgesamt 70 800
Gefangenen in Deutschland weiblich; der Frauenanteil lag somit bei
5,3%.
Dabei variierte der Frauenanteil zwischen den Vollzugsarten. Im
Strafvollzug (von Freiheits- oder Jugendstrafe) lag der Frauenanteil
mit 3 000 weiblichen Gefangenen bei gut 5,2%. Gleichzeitig betrug der
Frauenanteil in der Abschiebungshaft 7,9% und in der
Untersuchungshaft 5,9%. In der Sicherungsverwahrung befanden sich am
30. November 2009 fast ausschließlich Männer (Frauenanteil 0,6%).
Für die statistisch erfasste Kriminalität gilt generell, dass der
Frauenanteil im Gang der Strafverfolgung abnimmt. So kamen 2008 in
der Gruppe der polizeilich registrierten Tatverdächtigen auf drei
Männer eine Frau, bei den Verurteilten auf fünf Männer eine Frau und
bei den Strafgefangenen auf achtzehn Männer eine Frau. Dies erklärt
sich vor allem dadurch, dass Frauen nicht nur weniger, sondern auch
leichtere Straftaten begehen. Bedeutsam ist zudem, dass straffällig
gewordene Frauen ein geringeres Rückfallrisiko und eine günstigere
Sozialprognose aufweisen als Männer.
Weitere Auskünfte gibt:
Stefan Alter,
Telefon: (0611) 75-4114,
www.destatis.de/kontakt
Originaltext: Statistisches Bundesamt
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