ots: Statistisches Bundesamt / Luftfahrt 2009: Rückgang um 7,5 Millionen ...
Mittwoch, 17. Februar 2010


Wiesbaden (ots) - Im Jahr 2009 begannen oder beendeten 158,2
Millionen Fluggäste ihre Flugreise auf deutschen Flughäfen. Das waren
7,5 Millionen beziehungsweise 4,5% Passagiere weniger als im Vorjahr.
Dabei entwickelte sich das Passagiervolumen im innerdeutschen
Luftverkehr mit einer Abnahme um ebenfalls 4,5% auf 23,7 Millionen im
gleichen Verhältnis wie der Auslandsverkehr (134,5 Millionen).
In der Geschichte der gewerblichen Luftfahrt stellt dies einen
Rekordrückgang dar. Der Passagier-Luftverkehr erreichte seit 1990 nur
1991 (- 0,8%), 2001 (- 2,5%) und 2002 (- 3,2%) nicht die jeweiligen
Vorjahreswerte. Der bisher stärkste Rückgang wurde im Jahr 2002 mit
einem Volumeneinbruch von 3,8 Millionen Passagieren beobachtet.

Europäische Länder mussten einen Aufkommensrückgang um 5,6
Millionen hinnehmen (- 5,1%) bei einem Wert von 103,0 Millionen
Passagieren. Das Aufkommen nach Spanien (20,2 Millionen) ging um 6,9%
beziehungsweise 1,5 Millionen Passagiere prozentual stärker zurück
als der gesamte Europaverkehr. Auch der Luftverkehr mit Frankreich
(6,4 Millionen Ein- und Aussteiger) war bei einem Rückgang um 0,6
Millionen Fluggäste mit - 8,3% stärker von der Krise betroffen. Für
das Vereinigte Königreich (10,6 Millionen; - 4,1%) und Italien (10,1
Millionen; - 4,2%) wurden jeweils 0,4 Millionen weniger Fluggäste
verzeichnet. Bis auf Norwegen (+ 7,1%), Serbien (+ 1,7%), Lettland (+
1,3%), Bosnien-Herzegowina (+ 41,2%) und Albanien (+ 4,5%) konnten
sämtliche Staaten in Europa ihre Vorjahresergebnisse nicht erreichen.

Beim Flugverkehr mit anderen Kontinenten (31,5 Millionen; - 2,8%)
erreichte nur Asien (12,5 Millionen) den Vorjahreswert. Das hier
aufkommensstärkste Land, die Vereinigten Arabischen Emirate (1,9
Millionen), konnte ein Plus von 14,0% verbuchen. Die Passagierzahlen
mit Afrika (6,0 Millionen) reduzierten sich um 1,9%. Im Verkehr mit
dem amerikanischen Kontinent (12,9 Millionen) gab es ein Minus von
5,7%, wobei die Vereinigten Staaten (9,1 Millionen; - 6,2%) von 0,6
Millionen Passagieren weniger als im Vorjahr angeflogen wurden,
Kanada konnte mit 1,7 Millionen Fluggästen das Vorjahresergebnis
halten.

Im unterjährigen Vergleich war das Gesamtpassagieraufkommen vor
allem im ersten Quartal negativ geprägt (- 10,0% gegenüber dem
Vorjahresquartal). Das zweite Quartal wies ein Minus von 6,0% und das
dritte eines von 3,3% auf, während im vierten Quartal bereits ein
leichtes Plus von 0,4% erreicht werden konnte. Eine Differenzierung
nach Kontinenten zeigt, dass auch im Jahresverlauf der Luftverkehr
mit Asien die stärkste Erholungstendenz aufwies: Während der
Luftverkehr mit Asien im dritten Quartal um 3,5% und vierten Quartal
um 7,2% zunahm, konnte von den anderen Kontinenten nur Amerika (+
1,6%) im vierten Quartal ein Wachstum erzielen.

Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung
unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Kristina Walter,
Telefon: (0611) 75-2661,
E-Mail: luftverkehr@destatis.de

Originaltext: Statistisches Bundesamt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32102
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_32102.rss2

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