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Donnerstag, 22. Oktober 2009


Wiesbaden (ots) - Im Jahr 2008 hat für mehr als eine halbe Million
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland eine
erzieherische Hilfe begonnen. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) mitteilt, haben damit rund 3% der jungen Menschen unter 21
Jahren eine erzieherische Hilfe durch das Jugendamt oder in einer
Erziehungsberatungsstelle neu in Anspruch genommen. Eine
Eingliederungshilfe bei (drohender) seelischer Behinderung haben 16
000 junge Menschen begonnen.

Unter den erzieherischen Hilfen wurde im Jahr 2008 am häufigsten
Erziehungsberatung mit 307 000 begonnenen Hilfen in Anspruch
genommen. Dies entspricht gut zwei Dritteln aller begonnenen
erzieherischen Hilfen. Familienorientierte Hilfen, darunter die
Sozialpädagogische Familienhilfe, haben in 51 000 Familien begonnen.
Mit diesen Hilfen wurden 99 000 Kinder und Jugendliche und damit
durchschnittlich zwei Kinder pro Familie erreicht.

An dritter Stelle folgen die stationären Hilfen mit 47 000 im Jahr
2008 begonnenen Hilfen. Somit war für etwa jeden zehnten jungen
Menschen die erzieherische Hilfe mit einer Unterbringung außerhalb
des Elternhauses verbunden. Zu den stationären Hilfen zählen
Vollzeitpflege in einer anderen Familie, Heimerziehung und sonstige
betreute Wohnformen.

Bei nahezu einem Viertel aller neu gewährten Hilfen zur Erziehung
und damit als häufigster Hauptgrund für die Hilfegewährung wurde die
Belastung des jungen Menschen durch familiäre Konflikte genannt. Bei
15% der begonnenen Hilfen wurde als Hauptgrund die eingeschränkte
Erziehungskompetenz der Eltern beziehungsweise der
Personensorgeberechtigten angegeben.

Weitere kostenlose Ergebnisse gibt es im Publikationsservice des
Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen,
Suchbegriff: "Erzieherische Hilfe".

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Stefanie Lehmann,
Telefon: (0611) 75-8167,
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Originaltext: Statistisches Bundesamt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32102
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Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
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