ots: Statistisches Bundesamt / Handel mit NAFTA-Zone seit Bestehen auf mehr ...
Dienstag, 20. Oktober 2009


Wiesbaden (ots) - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Nordamerikanischen
Freihandelsabkommens (NAFTA) mitteilt, sind die deutschen Exporte in
die drei Mitgliedsstaaten - Kanada, Mexiko und die USA - im Jahr 2008
gegenüber dem Gründungsjahr 1994 um mehr als das Eineinhalbfache
(162,4%) auf 84,6 Milliarden Euro gestiegen. Die Importe nach
Deutschland aus den NAFTA-Staaten erhöhten sich im gleichen Zeitraum
auf mehr als das Doppelte (um 111,9% auf 54,1 Milliarden Euro). Damit
blieb das Wachstum der Warenwerte in beiden Lieferrichtungen hinter
den Entwicklungen des gesamten Außenhandels Deutschlands in diesem
Zeitraum zurück. Die Exporte aus Deutschland insgesamt stiegen im
Jahr 2008 gegenüber 1994 um 181,8% auf 994,9 Milliarden Euro, die
gesamten Importe nach Deutschland in diesem Zeitraum um 159,5% auf
818,6 Milliarden Euro.

Im Vergleich zu den beiden anderen NAFTA-Staaten war der Zuwachs
der Exporte aus Deutschland nach Mexiko mit 197,8% auf 6,9 Milliarden
Euro am stärksten. Die Importe aus Mexiko nach Deutschland konnten im
gleichen Zeitraum sogar um mehr als das Achteinhalbfache (852,5%) auf
4,3 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Gesamthandel der NAFTA mit
Deutschland wurde erwartungsgemäß von den USA dominiert. Im Jahr 2008
betrug der US-amerikanische Handelsanteil in beiden Lieferrichtungen
85%. Mexiko erwirtschaftete je 8% und Kanada jeweils 7% des
gehandelten Warenwertes.

Wichtigste Exportgüter im Jahr 2008 waren Personenkraftwagen und
Wohnmobile, die mit einem Wert von 16,6 Milliarden Euro 19,6% aller
Ausfuhren aus Deutschland in die drei NAFTA-Staaten ausmachten. Mit
einem Wert von 7,4 Milliarden Euro waren einfuhrseitig
pharmazeutische Erzeugnisse und pharmazeutische Grundstoffe
wichtigste Importgüter. Ihr Anteil an allen Einfuhren aus der
Freihandelszone nach Deutschland betrug im gleichen Zeitraum 13,6%.

Weitere Auskünfte gibt:
Dr. Susanne Meyer,
Telefon: (0611) 75-2072,
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Originaltext: Statistisches Bundesamt
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