ots: Statistisches Bundesamt / Durchschnittliche Kinderzahl 2008 bei 1,38 ...
Freitag, 4. September 2009


Wiesbaden (ots) - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt, betrug die durchschnittliche Kinderzahl je Frau im Jahr
2008 in Deutschland 1,38. Gegenüber 2007, als sie bei 1,37 gelegen
hatte, nahm sie damit geringfügig zu. Die durchschnittliche
Kinderzahl fiel damit 2008 etwa so hoch aus wie zuletzt 2000. Einen
höheren Wert hatte sie zuletzt 1990 erreicht (1,45). 2008 waren nach
endgültigen Ergebnissen rund 683 000 Kinder geboren worden, etwa 2
000 weniger als 2007. Wie in den vergangenen Jahren ging die
durchschnittliche Zahl der Geburten bei jüngeren Frauen auch 2008
zurück, während sie bei den Frauen ab etwa 30 Jahren zunahm.

Im Westen Deutschlands blieb die durchschnittliche Kinderzahl im
Jahr 2008 unverändert bei 1,37. Im Osten Deutschlands hat sie dagegen
zugenommen und beträgt jetzt 1,40 (jeweils ohne Berlin). Die
durchschnittliche Kinderzahl je Frau war zuletzt 1990 in den neuen
Bundesländern höher als im früheren Bundesgebiet gewesen.

Im Westen fiel die durchschnittliche Kinderzahl 2007 und 2008 etwa
so hoch aus wie 2004, nachdem sie zwischenzeitlich etwas abgenommen
hatte. Sie war aber niedriger als in den Jahren 1996 bis 2001. Im
Osten Deutschlands stieg diese Kennzahl 2008 auf den höchsten Wert
seit der Wiedervereinigung an. Sie hatte bereits 2007 deutlich
zugenommen, nachdem sie bis 2006 auf dem Niveau, das 2004 erreicht
wurde, verharrt hatte. Zuvor war die durchschnittliche Kinderzahl in
den neuen Ländern nach ihrem Tief Anfang der 1990er Jahre bereits
erheblich angestiegen.

Bei der Berechnung der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau
werden alle Kinder berücksichtigt, die im Laufe eines Jahres geboren
werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Eltern miteinander
verheiratet sind oder nicht. Auch die Frage, ob es sich um das erste,
zweite oder ein weiteres Kind der Frau handelt, ist bei dieser
Berechnung unerheblich.

Diese durchschnittliche Kinderzahl je Frau, die auch als
zusammengefasste Geburtenziffer bezeichnet wird, wird zur
Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens herangezogen. Sie gibt
an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde,
wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15
und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr.

Wie viele Kinder ein Frauenjahrgang tatsächlich im Durchschnitt
geboren hat, kann erst festgestellt werden, wenn die Frauen am Ende
des gebärfähigen Alters sind, das zurzeit mit 49 Jahren definiert
wird.

Weitere Daten und Informationen zum Thema bietet die
Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Eine Tabelle enthält die Online-Fassung dieser Pressemitteilung
unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Bettina Sommer,
Telefon: (0611) 75-2708,
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Originaltext: Statistisches Bundesamt
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