ots: Statistisches Bundesamt / Über eine halbe Million Deutsche leben in den ...
Donnerstag, 17. Dezember 2009


Wiesbaden (ots) - 2008 haben mehr als eine halbe Million deutsche
Staatsbürger in einem der Nachbarländer Deutschlands gelebt, davon
allein rund 203 000 in der Schweiz und 120 000 in Österreich. Dies
teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des
internationalen Tages der Migranten am 18. Dezember auf der Basis von
Daten des statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften
(Eurostat) mit. Auch Belgien, die Niederlande und Luxemburg waren bei
deutschen Auswanderern beliebt: In den Benelux-Staaten lebten 2008
rund 112 000 Deutsche. Für Frankreich liegen nur Daten für 2005 vor.
Damals wohnten rund 91 000 Deutsche zwischen Rhein und Atlantik. In
Dänemark, Polen und der Tschechischen Republik lebten 2008 zusammen
etwa 46 000 Deutsche.

In allen Nachbarländern, für die Daten vorliegen, ist die Zahl der
deutschen Einwohner 2008 gegenüber 2007 stabil geblieben oder hat
sich erhöht. Am deutlichsten stieg sie in der Schweiz (+ 29 000), in
Österreich (+ 11 000) und in der Tschechischen Republik (+ 6 000).

In Luxemburg und der Schweiz waren 2008 deutlich mehr als 2% der
Gesamtbevölkerung deutsch. Auch in Österreich war der Anteil der
Deutschen mit 1,4% vergleichsweise hoch, während er in Frankreich
(2005) und bei den östlichen Nachbarn unter 0,2% lag. In Luxemburg,
Österreich und der Schweiz war nicht nur der deutsche
Bevölkerungsanteil am höchsten: Unter den Nachbarländern wiesen diese
Staaten auch insgesamt die höchsten Ausländeranteile an der
Gesamtbevölkerung auf.

Nicht nur in den Nachbarländern, auch in weiter entfernten Staaten
der Europäischen Union lebten viele Deutsche. Besonders beliebt waren
Spanien, wo 2008 rund 182 000 Deutsche lebten und Italien, wo 40 000
Einwohner die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen. Für das
Vereinigte Königreich liegen nur Daten für 2005 vor. Damals wohnten
dort rund 100 000 Deutsche. In den meisten europäischen Ländern, für
die Vergleichswerte von Eurostat vorliegen, erhöht sich die Zahl der
deutschen Bewohner bereits seit über zehn Jahren.

Die Zahlen zu internationalen Migranten lassen nur begrenzte
Vergleiche zu. Wesentliche Gründe dafür sind national
unterschiedliche Melderechtsgrundlagen und bevölkerungsstatistische
Ansätze sowie die unterschiedliche Erfassung doppelter
Staatsbürgerschaften.

Weitere Daten finden sich in der untenstehenden Tabelle und auf
der Internetseite Eurostats unter ec.europa.eu/eurostat > Statistik
> Bevölkerung. Umfassende deutschsprachige Beratung zur europäischen
Statistik bietet der Europäische Datenservice (EDS) des Statistischen
Bundesamtes (www.eds-destatis.de).

Eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser
Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Manuel Wirsing,
Telefon: (0611) 75-9442,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

Originaltext: Statistisches Bundesamt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32102
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_32102.rss2

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
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