ots: Statistisches Bundesamt / Arbeitskosten im 4. Quartal 2009: - 0,5% ...
Donnerstag, 11. März 2010


Wiesbaden (ots) - Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes
(Destatis) sind in Deutschland die Arbeitskosten je geleistete
Arbeitsstunde im vierten Quartal 2009 im Vergleich zum dritten
Quartal 2009 saison- und kalenderbereinigt um 0,5% gesunken. Damit
setzte sich der Trend aus dem dritten Quartal 2009 (- 0,2%) fort. Der
mit Beginn der Wirtschaftskrise im vierten Quartal 2008 (+ 2,3%) und
im ersten Quartal 2009 (+ 1,4%) festgestellte deutliche Anstieg der
Arbeitskosten ist gestoppt.

Auch im Vergleich vom vierten Quartal 2009 zum vierten Quartal
2008 stiegen die kalenderbereinigten Arbeitskosten mit 1,6% deutlich
schwächer an als in den vorangegangen vier Quartalen, in denen die
Wachstumsraten des Arbeitskostenindex zwischen 4,3% und 5,3% lagen.
Für die Arbeitgeber ist neben den Arbeitskosten auch die Anzahl der
von den Arbeitnehmern geleisteten Arbeitstunden bedeutend. Mit Beginn
der Wirtschaftskrise blieb das Volumen der Arbeitskosten nahezu
unverändert, durch den Abbau von Überstunden auf Arbeitszeitkonten
sowie verstärkte Kurzarbeit arbeiteten und produzierten die
Arbeitnehmer aber weniger. Dies verteuerte aus Sicht des Arbeitgebers
den Produktionsfaktor Arbeit. Im Jahr 2009 stiegen die Arbeitskosten
je geleisteter Stunde im Vergleich zum Vorjahr um 4,1% an. Dies war
der stärkste Anstieg seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1996.

Die Ergebnisse des Arbeitskostenindex wurden nach Vorliegen
zusätzlich verfügbarer Datenquellen rückwirkend bis zum ersten
Quartal 2009 überarbeitet. Die kalenderbereinigte Wachstumsrate der
Arbeitskosten für das erste Quartal 2009 im Vergleich zum ersten
Quartal 2008 wurde von + 5,8% auf + 5,3%, für das zweite Quartal 2009
von + 5,7% auf + 5,3% und für das dritte Quartal 2009 von + 4,8% auf
+ 4,4% revidiert.

Europaweit liegen Veränderungsraten der Arbeitskosten in der
Privatwirtschaft für das dritte Quartal 2009 vor. Nach diesen
Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im
Vergleich zum dritten Quartal 2008 kalenderbereinigt um 4,1%. Der
durchschnittliche Anstieg der Arbeitskosten in der Europäischen Union
war im dritten Quartal 2009 mit + 3,1% niedriger als in Deutschland.
Von 2001 bis 2008 wies Deutschland stets eine der niedrigsten
Wachstumsraten in der Europäischen Union auf. Der aktuell
vergleichsweise hohe Anstieg der Arbeitskosten je Stunde ist wie
bereits in den drei Vorquartalen auf die durch die Wirtschaftskrise
sinkende Anzahl geleisteter Stunden zurückzuführen. Die höchsten
Wachstumsraten verzeichneten Griechenland (+ 11,2%), Bulgarien (+
10,4%) und Rumänien (+ 9,6%). Sinkende Arbeitskosten hatten dagegen
Litauen (- 10,9%), Estland (- 4,3%) und die Niederlande (- 0,8%). Für
das dritte Quartal 2009 liegen Daten von 24 der 27 Mitgliedsstaaten
der Europäischen Union vor. Die Veränderungsraten der Arbeitskosten
von Staaten außerhalb des Euro-Währungsgebiets sind in der jeweiligen
Landeswährung gemessen und daher nicht währungsbereinigt.

Eine zusätzliche Tabelle und eine methodische Kurzbeschreibung
bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter
www.destatis.de.

Detaillierte Informationen zu den Arbeitskostenindizes können auch
kostenfrei über die Tabelle 62421-0001 in der GENESIS-Online
Datenbank abgerufen werden.

Daten für den europäischen Vergleich stellt der Europäische
Datenservice (EDS) unter www.eds-destatis.de zur Verfügung.

Weitere Auskünfte gibt:
Hannah Alter,
Telefon: (0611) 75-4589,
E-Mail: arbeit Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können

Originaltext: Statistisches Bundesamt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32102
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_32102.rss2

Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
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