ots: Statistisches Bundesamt / 10% mehr Unternehmensinsolvenzen im ersten ...
Mittwoch, 10. Juni 2009


Wiesbaden (ots) - Im ersten Quartal 2009 verzeichneten die
deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes
(Destatis) insgesamt 39 004 Insolvenzen, darunter 7 712 von
Unternehmen und 24 106 von Verbrauchern. Ein Vergleich dieser Zahlen
mit dem Vorjahr würde die tatsächliche Entwicklung nicht korrekt
widerspiegeln, da in Nordrhein-Westfalen die Insolvenzfälle 2008
nicht periodengerecht gemeldet worden sind. Aufgrund der Erfahrungen
der letzten Jahre lässt sich aber die Entwicklung auch anhand der
Ergebnisse der übrigen 15 Bundesländer darstellen. Ohne
Nordrhein-Westfalen hat die Gesamtzahl der Insolvenzen im ersten
Quartal 2009 um 0,4% und die der Unternehmensinsolvenzen um 10,0%
zugenommen. Im gleichen Zeitraum sind die Verbraucherinsolvenzen um
2,4% zurückgegangen.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger
bezifferten die Gerichte für das erste Quartal 2009 auf 9,7
Milliarden Euro (einschließlich Nordrhein-Westfalen) gegenüber 7,3
Milliarden Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Im März 2009 haben die Amtsgerichte 2 874 Insolvenzen von
Unternehmen (+ 31,0% gegenüber März 2008) und 8 755 Insolvenzen von
Verbrauchern (+ 15,2%) verzeichnet. Insgesamt registrierten die
Gerichte 14 216 Insolvenzen (+ 17,7%). Die Veränderungsraten beziehen
sich wiederum auf Berechnungen ohne Nordrhein-Westfalen. Die
registrierten Insolvenzen dürften im März 2009 auch deshalb so stark
zugenommen haben, weil die Osterfeiertage im Jahr 2008 im März lagen,
2009 jedoch nicht, und somit die Gerichte im März 2009 deutlich mehr
Insolvenzanträge bearbeiten konnten als im Vorjahresmonat.

Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise finden Sie in der
Fachserie 2, Reihe 4.1, die kostenlos im Publikationsservice des
Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen,
Suchwort: "Insolvenzen" abrufbar ist.

Eine Tabelle, eine methodische Kurzbeschreibung sowie weitere
Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser
Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Ziebach,
Telefon: (0611) 75-2811,
E-Mail: gewerbeanzeigen-insolvenzen@destatis de

Originaltext: Statistisches Bundesamt
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