|
Wiesbaden (ots) -
Sperrfrist: 10.06.2009 08:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung frei gegeben ist.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war der
Verbraucherpreisindex für Deutschland im Mai 2009 auf demselben
Niveau wie im Mai 2008. Damit erreichte die Inflationsrate mit 0,0%
den niedrigsten Stand seit 22 Jahren (zuletzt im Mai 1987: ± 0,0%).
Im April 2009 hatte sie bei 0,7% gelegen. Im Vergleich zum Vormonat
April 2009 verringerte sich der Index um 0,1%. Die Schätzung für Mai
2009 wurde somit bestätigt.
Die niedrige Inflationsrate im Mai 2009 ist vor allem auf das hohe
Preisniveau vor einem Jahr zurückzuführen. Im Vergleich dazu sind
inzwischen insbesondere bei Energieprodukten aber auch bei vielen
Nahrungsmitteln die Preise wieder gesunken. Daher zeigen sich bei
diesen Gütern teilweise deutlich negative Veränderungsraten gegenüber
dem Vorjahr. Diese starken Preisrückgänge prägen derzeit die
Entwicklung der Inflationsrate. Ohne Berücksichtigung der
Energieprodukte und der Nahrungsmittel, die etwa 20 Prozent der
Ausgaben privater Haushalte umfassen, hätte die Inflationsrate im Mai
2009 bei 1,4% gelegen.
Energie verbilligte sich im Mai 2009 insgesamt um 8,0% gegenüber
Mai 2008: Erhebliche Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr wiesen
weiterhin leichtes Heizöl (- 42,4%) und Kraftstoffe (- 16,9%;
darunter Dieselkraftstoff: - 26,5%) auf. Dagegen kostete
Haushaltsenergie wie Gas (+ 3,6%), Strom (+ 6,9%) sowie Umlagen für
Zentralheizung und Fernwärme (+ 10,5%) mehr als ein Jahr zuvor.
Die Preise für Nahrungsmittel lagen im Mai 2009 um 1,2% unter dem
Niveau des Vorjahres, bereits seit August 2008 gingen die
Teuerungsraten für Nahrungsmittel kontinuierlich zurück. Binnen
Jahresfrist ergaben sich spürbare Preisrückgänge insbesondere bei
Molkereiprodukten von 8,0% (darunter Quark: - 24,4%; süße Sahne: -
18,9%; frische Vollmilch: - 14,8%) sowie bei Speisefetten und -ölen
von 5,5% (darunter Butter: - 14,0%; Olivenöl: - 5,2%). Deutlich
billiger als vor einem Jahr war auch Gemüse mit - 6,0% (darunter
Kopf- und Eisbergsalat: - 40,1%; Paprika: - 34,9%; Gurken: - 22,0%).
Teurer wurden gegenüber Mai 2008 dagegen Fleisch und Fleischwaren mit
+ 3,3% (darunter Schweinekotelett oder Schweineschnitzel: + 5,6%;
Bratwurst: + 5,5%) sowie Süßwaren mit + 2,3% (darunter Bienenhonig: +
21,3%; Schokoladenriegel: + 3,9%).
Im Jahresvergleich günstiger blieb die Preisentwicklung für
langlebige Gebrauchsgüter mit - 0,2% (darunter Geräte der
Informationsverarbeitung: - 11,4% und der Unterhaltungselektronik: -
11,2%).
Die Preise für Dienstleistungen lagen um 1,3% über den Stand des
Vorjahres. Hier sind vor allem die Wohnungsmieten ohne Nebenkosten
ausschlaggebend (+ 1,1%), die einen Anteil von gut 20% an den
privaten Haushaltsausgaben ausmachen. Preisrückgänge waren dagegen im
Bildungswesen (- 5,4%) und bei der Nachrichtenübermittlung (- 2,5%;
darunter Mobiltelefon: - 7,8%) zu beobachten.
Veränderung im Mai 2009 gegenüber dem Vormonat April 2009
Der leichte Preisrückgang des Gesamtindex im Mai 2009 gegenüber dem
Vormonat April 2009 um 0,1% ist auf gegenläufige Preisbewegungen
zurückzuführen: Im Vergleich zum Vormonat sanken insbesondere die
Preise für Pauschalreisen (- 3,4%) sowie für Bekleidung und Schuhe (-
0,9%). Aus Verbrauchersicht etwas günstiger entwickelten sich binnen
Monatsfrist auch die Gaspreise (- 0,5%). Dagegen erhöhten sich im
gleichen Zeitraum die Preise für leichtes Heizöl (+ 0,3%) und für
Kraftstoffe (+ 2,1%).
Die Preise für Nahrungsmittel gingen im Mai 2009 gegenüber dem
Vormonat zurück (- 0,5%). Teilweise saisonbedingt verbilligte sich
vor allem Gemüse mit - 2,8% (darunter Gurken: - 18,7%; Kopf- und
Eisbergsalat: - 23,2%). Auffällig waren erneute Preisrückgänge bei
einigen Molkereiprodukten (unter anderem Quark: - 8,9%; frische
Vollmilch: - 6,1%; H-Milch: - 5,6%; süße Sahne: - 4,6%). Auch die
Butterpreise gingen nochmals um 0,7% zurück.
Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte
Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland hat sich im Mai 2009
gegenüber im Mai 2008 nicht verändert (± 0,0%). Im Vergleich zum
Vormonat April 2009 sank der Index um 0,1%. Die Schätzung für den
HVPI vom 27. Mai 2009 wurde damit leicht nach oben korrigiert.
Weitere Informationen zur Verbraucherpreisstatistik bietet die
Fachserie 17, Reihe 7, die im Publikationsservice des Statistischen
Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort
"Verbraucherpreisindex", kostenlos erhältlich ist. Detaillierte
Informationen und lange Zeitreihen zur Verbraucherpreisstatistik
können auch kostenfrei in der Datenbank Genesis-Online abgerufen
werden. Eine methodische Kurzbeschreibung bietet die Online-Fassung
dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Verbraucherpreisindex für Deutschland
Gesamtindex/ Index Veränderung Veränderung
Gütergruppen Gewich- 2005 gegenüber gegenüber
-------- tung = Vorjahres- Vormonat
Gesamtindex/ 100 zeitraum
Teilindex
in in %
Promille
Gesamtindex
im Mai 2009 1 000,00 106,7 0,0 - 0,1
Nahrungsmittel und
alkoholfreie
Getränke 103,55 111,3 - 1,2 - 0,5
Nahrungsmittel 89,99 111,7 - 1,2 - 0,5
Molkereiprodukte
und Eier 14,44 111,7 - 6,6 - 2,1
Speisefette und
-öle 2,55 110,4 - 5,5 - 0,6
Alkoholische Ge-
tränke, Tabakwaren 38,99 109,5 1,2 0,0
Bekleidung und Schuhe 48,88 103,1 1,7 - 0,9
Wohnung, Wasser,
Strom, Gas u.s.w. 308,00 108,9 0,4 0,0
Nettokaltmiete 203,30 104,5 1,1 0,0
Haushaltsenergie 59,82 124,4 - 2,8 - 0,2
Strom 24,61 126,5 6,9 0,1
Gas 12,85 130,4 3,6 - 0,5
Leichtes Heizöl 9,21 93,7 - 42,4 0,3
Einrichtungsgegen-
stände, Haushalts-
geräte u.Ä. 55,87 104,1 1,9 0,0
Gesundheitspflege 40,27 104,2 1,4 0,1
Verkehr 131,90 108,1 - 3,7 0,6
Kraftstoffe 35,37 103,9 - 16,9 2,1
Superbenzin 19,29 104,7 - 13,8 2,6
Dieselkraftstoff 8,15 99,4 - 26,5 - 0,3
Nachrichtenüber-
mittlung 31,00 89,9 - 2,5 - 0,2
Freizeit, Unterhal-
tung u.Ä. 115,68 100,2 1,9 - 0,9
Bildungswesen 7,40 132,9 - 5,4 0,0
Beherbergungs- und
Gaststättendienst-
leistungen 43,99 107,8 2,7 0,8
Andere Waren und
Dienstleistungen 74,47 107,3 1,3 0,2
Gesamtindex
ohne Heizöl und
Kraftstoffe 955,42 107,0 1,4 - 0,1
ohne Haushalts-
energie 940,18 105,6 0,2 - 0,1
ohne Energie
(Haushalts-
energie und
Kraftstoffe) 904,81 105,7 1,1 - 0,1
Waren insgesamt 493,00 107,7 - 1,3 - 0,1
Verbrauchsgüter 305,11 112,1 - 2,4 0,0
Gebrauchsgüter
mit mittlerer
Lebensdauer 95,24 103,2 1,8 - 0,5
Langlebige
Gebrauchsgüter 92,65 97,7 - 0,2 - 0,1
Dienstleistungen 507,00 105,8 1,3 - 0,1
Verbraucherpreisindex für Deutschland
Gesamtindex Index Veränderung Veränderung
2005 gegenüber gegenüber
--------- = Vorjahres- Vormonat
100 zeitraum
Jahr/Monat in %
Gesamtindex im Mai 2009 106,7 0,0 - 0,1
2007 JD 103,9 2,3 -
2008 JD 106,6 2,6 -
2008 Mai 106,7 3,0 0,6
Juni 107,0 3,3 0,3
Juli 107,6 3,3 0,6
August 107,3 3,1 - 0,3
September 107,2 2,9 - 0,1
Oktober 107,0 2,4 - 0,2
November 106,5 1,4 - 0,5
Dezember 106,8 1,1 0,3
2009 Januar 106,3 0,9 - 0,5
Februar 106,9 1,0 0,6
März 106,8 0,5 - 0,1
April 106,8 0,7 0,0
Mai 106,7 0,0 - 0,1
JD = Jahresdurchschnitt
Weitere Auskünfte erhalten Sie über unsere Service-Nummer,
Telefon: (0611) 75-4777,
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Originaltext: Statistisches Bundesamt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32102
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_32102.rss2
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Telefon: (0611) 75-3444
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Für Sie bereitgehalten. Mehr Infos und aktuelle News: Der leichte Aufwärtstrend bei den Gas preisen seit Jahresbeginn wird sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen. Wie das Verbraucherportal toptarif.de am Mittwoch mitteilte, klettern die Preise im April und Mai ...
Wiesbaden (ots) -
Sperrfrist: 10.03.2010 08:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ...
Wiesbaden (ots) -
Sperrfrist: 12.10.2009 08:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ... Die Benzin- und Diesel preise in Deutschland haben in den vergangenen Tagen nachgegeben. Im bundesweiten Durchschnitt ging der Dieselpreis im Vergleich zur Vorwoche um 2,6 Cent auf 1,098 Euro zurück, wie ...
Wiesbaden (ots) -
Sperrfrist: 30.03.2010 08:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ...
|