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Wiesbaden (ots) -
Sperrfrist: 27.04.2010 08:00
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Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) im März 2010 um 5,0% über dem Vorjahresstand.
Dies war die höchste Jahresteuerungsrate seit September 2008 (+ 7,0%
gegenüber September 2007). Im Februar 2010 hatte die
Jahresveränderungsrate + 2,6% und im Januar 2010 + 1,4% betragen.
Gegenüber Februar 2010 stieg der Einfuhrpreisindex im März 2010 um
1,7%.
Der Preisanstieg im März 2010 ist insbesondere auf die gestiegenen
Energiepreise zurückzuführen (+ 22,1% gegenüber März 2009 und + 5,4%
gegenüber Februar 2010). Die Preise für Rohöl erhöhten sich gegenüber
März 2009 um 60,1% (+ 6,9% gegenüber Februar 2010) und für
Mineralölerzeugnisse um 57,7% (+ 8,2% gegenüber Februar 2010).
Dagegen lagen die Preise für Erdgas im März 2010 deutlich niedriger
als im März 2009 (- 23,6%); im Vergleich zum Februar 2010 stiegen sie
um 1,7%. Dies war die vierte Preissteigerung in Folge. Das
Preisniveau für Steinkohle lag ebenfalls deutlich unter dem von März
2009 (- 27,3%); gegenüber Februar 2010 verteuerten sich die
Steinkohleimporte im März 2010 um 0,6%. Der Einfuhrpreisindex ohne
Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im März 2010 um 0,7% über dem
Stand von März 2009 (+ 1,1% gegenüber Februar 2010).
Bei den Rohstoffen war Rohkupfer im März 2010 um 85,7% teurer als
im März 2009. Im Vormonatsvergleich stiegen die Preise um 8,7%. Die
Einfuhrpreise für das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel erhöhte
sich im Vergleich zum März 2009 um 107,4% (+ 15,5% gegenüber Februar
2010). Nicht-Eisen-Metallerze waren im März 2010 um 58,7% teurer als
im März 2009 (+ 7,6% gegenüber Februar 2010). Die Preise von
Nicht-Eisen-Metallen und deren Halbzeug erhöhten sich im Vergleich
zum März 2009 um 33,1% (+ 4,8% gegenüber Februar 2010). Dagegen
verbilligte sich Eisenerz gegenüber März 2009 um 26,3%. Im Vergleich
zu Februar 2010 stiegen die Preise für Eisenerz um 4,3%. Es wurde zum
vierten Mal in Folge teurer.
Im Nahrungsmittelsektor wurde im Vorjahresvergleich Rohkaffee um
15,5% teurer und setzte mit + 5,6% gegenüber Februar 2010 die seit
Dezember 2009 zu beobachtende Preisentwicklung nach oben fort. Die
Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse stiegen im März
2010 um 4,8% im Vergleich zum März 2009 (+ 0,5% gegenüber Februar
2010). Getreide war im Vergleich zum März 2009 um 4,9% billiger,
stieg aber im Preis gegenüber Februar 2010 um 1,3%. Preiswerter als
vor einem Jahr war auch importiertes Geflügelfleisch (- 7,6%; + 1,0%
gegenüber Februar 2010).
Der Index der Ausfuhrpreise stieg im März 2010 im Vergleich zum
März 2009 um 2,0%. Im Februar 2010 hatte die Jahresveränderungsrate +
0,8% und im Januar 2010 + 0,4% betragen. Bezogen auf den Vormonat
Februar 2010 veränderte sich der Ausfuhrpreisindex um + 0,8%.
Eine methodische Kurzbeschreibung und weitere Daten und
Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser
Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Index der Außenhandelspreise
Veränderung
gegenüber Veränderung
Jahr / Monat 2005 = 100 Vorjahres- gegenüber
zeitraum Vormonat
% %
Index der Einfuhrpreise
2005 JD 100 3,4 -
2006 JD 104,4 4,4 -
2007 JD 105,1 0,7 -
2008 JD 109,9 4,6 -
2009 JD 100,5 - 8,6 -
2009 März 100,7 - 7,5 - 0,6
April 99,9 - 9,0 - 0,8
Mai 99,9 - 10,9 0,0
Juni 100,3 - 11,7 0,4
Juli 99,4 - 13,0 - 0,9
August 100,7 - 11,4 1,3
September 99,8 - 11,4 - 0,9
Oktober 100,3 - 8,1 0,5
November 100,7 - 5,0 0,4
Dezember 101,2 - 1,0 0,5
2010 Januar 102,9 1,4 1,7
Februar 103,9 2,6 1,0
März 105,7 5,0 1,7
nachrichtlich:
Gesamtindex ohne
Erdöl und Mineralöl-
erzeugnisse 102,8 0,7 1,1
Index der Ausfuhrpreise
2005 JD 100 0,9 -
2006 JD 101,8 1,8 -
2007 JD 103,0 1,2 -
2008 JD 104,8 1,7 -
2009 JD 102,5 - 2,2 -
2009 März 102,5 - 1,7 - 0,4
April 102,4 - 2,0 - 0,1
Mai 102,3 - 2,7 - 0,1
Juni 102,4 - 2,9 0,1
Juli 102,2 - 3,6 - 0,2
August 102,5 - 3,2 0,3
September 102,4 - 3,2 - 0,1
Oktober 102,4 - 2,6 0,0
November 102,5 - 1,7 0,1
Dezember 102,7 - 0,4 0,2
2010 Januar 103,3 0,4 0,6
Februar 103,7 0,8 0,4
März 104,5 2,0 0,8
JD = Jahresdurchschnitt
Weitere Auskünfte gibt:
Marion Knauer,
Telefon: (0611) 75-2302,
E-Mail: aussenhandelspreise@destatis.de
Originaltext: Statistisches Bundesamt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32102
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Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
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