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Montag, 27. Juli 2009


Wiesbaden (ots) -

Sperrfrist: 27.07.2009 08:00
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Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) im Juni 2009 um 11,3% unter dem
Vorjahresstand. Dies war der höchste Rückgang gegenüber dem
Vorjahresmonat seit Februar 1987 (- 12,6%). Im Mai 2009 und im April
2009 hatte die Jahresveränderungsrate - 10,4% beziehungsweise - 8,6%
betragen. Gegenüber Mai 2009 stieg der Einfuhrpreisindex um 0,4%.

Der Preisrückgang gegenüber Juni 2008 ist insbesondere auf die
gesunkenen Preise für importierte Energieträger (- 38,1%)
zurückzuführen. Die Preise für Rohöl sanken im Vorjahresvergleich um
42,7% und für Mineralölerzeugnisse um 44,1%.
Im Vergleich zum Vormonat stiegen im Juni 2009 jedoch die Preise für
Rohöl um 12,4% und die Preise für Mineralölerzeugnisse um 12,5%.

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im
Juni 2009 um 5,7% unter dem Stand von Juni 2008 (gegenüber Mai 2009:
- 0,6%).

Erdgas wurde im Juni 2009 ebenfalls billiger eingekauft als im
vergleichbaren Vorjahresmonat (- 28,6%). Von Mai auf Juni 2009 sank
der Erdgaspreis um 5,1%. Das Preisniveau für Steinkohle lag um 9,8%
höher als im Juni 2008. Im Vormonatsvergleich verbilligten sich die
Steinkohleimporte um 1,7%.

Bei den Rohstoffen waren insbesondere Nicht-Eisen-Metallerze
billiger als im Juni 2008 (- 27,5%), im Vergleich zu Mai 2009 stiegen
die Preise um 3,5%. Eisenerzimporte kosteten 8,6% weniger als im Mai
2009, waren aber im Juni 2009 um 1,3% teurer als im Vorjahresmonat.

Die Preise von Nicht-Eisen-Metallen und deren Halbzeug waren um
23,2% niedriger als im Vorjahresmonat, stiegen im Vergleich zum Mai
2009 jedoch um 1,6%. Rohkupfer konnte im Juni 2009 um 32,7% günstiger
importiert werden als im Juni 2008, war aber um 6,0% teurer als im
Mai 2009. Das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel wurde ebenfalls im
Vergleich zum Vorjahresmonat preiswerter (- 36,1%) und im Vergleich
zu Mai 2009 teurer (+ 9,5%). Eisen, Stahl und Ferrolegierungen
verbilligten sich gegenüber dem Vorjahr (- 35,2%) und wurden auch
gegenüber dem Vormonat günstiger (- 1,0%). Rohaluminium kostete im
Vorjahresvergleich weniger (- 21,8%), ebenso im Vormonatsvergleich (-
1,1%).

Im Nahrungsmittelsektor fielen die Preise für Getreide gegenüber
Juni 2008 um 29,2% (- 0,9% gegenüber Mai 2009). Milch und
Milcherzeugnisse waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,0%
billiger (- 0,3% gegenüber dem Vormonat).

Der Index der Ausfuhrpreise sank im Juni 2009 im Vergleich zum
Juni 2008 um 2,9%. Im Mai 2009 und im April 2009 war er im
Vorjahresvergleich um 2,7% beziehungsweise 2,0% gesunken. Bezogen auf
den Vormonat zeigte sich der Ausfuhrpreisindex nahezu unverändert (+
0,1%).

Eine methodische Kurzbeschreibung und weitere Daten und
Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser
Pressemitteilung unter www.destatis.de.


Index der Außenhandelspreise


Veränderung
gegenüber Veränderung
Jahr / Monat 2005 = 100 Vorjahres- gegenüber
zeitraum Vormonat
% %

Index der Einfuhrpreise

2005 JD 100 + 3,4 -
2006 JD 104,4 + 4,4 -
2007 JD 105,1 + 0,7 -
2008 JD 109,9 + 4,6 -


2008 Juni 113,6 + 7,9 + 1,3
Juli 114,3 + 8,3 + 0,6
August 113,6 + 8,3 - 0,6
September 112,7 + 7,0 - 0,8
Oktober 109,1 + 2,8 - 3,2
November 106,0 - 0,7 - 2,8
Dezember 102,2 - 4,1 - 3,6

2009 Januar 101,7 - 5,4 - 0,5
Februar 101,6 - 6,4 - 0,1
März 101,2 - 7,1 - 0,4
April 100,4 - 8,6 - 0,8
Mai 100,4 - 10,4 +/- 0,0
Juni 100,8 - 11,3 + 0,4

nachrichtlich:
Gesamtindex ohne
Erdöl und Mineralöl-
erzeugnisse 100,0 - 5,7 - 0,6

Index der Ausfuhrpreise

2005 JD 100 + 0,9 -
2006 JD 101,8 + 1,8 -
2007 JD 103,0 + 1,2 -
2008 JD 104,8 + 1,7 -

2008 Juni 105,5 + 2,2 + 0,4
Juli 106,0 + 2,6 + 0,5
August 105,9 + 2,6 - 0,1
September 105,8 + 2,5 - 0,1
Oktober 105,1 + 1,8 - 0,7
November 104,3 + 1,1 - 0,8
Dezember 103,1 +/- 0,0 - 1,2


2009 Januar 102,9 - 0,9 - 0,2
Februar 102,9 - 1,2 +/- 0,0
März 102,5 - 1,7 - 0,4
April 102,4 - 2,0 - 0,1
Mai 102,3 - 2,7 - 0,1
Juni 102,4 - 2,9 + 0,1

JD = Jahresdurchschnitt

Weitere Auskünfte gibt:
Arno Kunz,
Telefon: (0611) 75-2827,
E-Mail: aussenhandelspreise@destatis.de

Originaltext: Statistisches Bundesamt
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/32102
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