ots: Statistisches Bundesamt / Aktuell zur Inter Tabac: Preise für Tabakwaren ...
Donnerstag, 17. September 2009


Wiesbaden (ots) - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
anlässlich der Internationalen Messe für Tabakwaren und Rauchbedarf
mitteilt, haben sich die Preise für Zigaretten, Zigarren und
Zigarillos sowie für Tabak-Feinschnitt (Tabakwaren) in den
vergangenen zwei Jahren, zwischen August 2007 und August 2009, um
7,0% erhöht. Gegenüber dem Vorjahr verteuerten sich Tabakwaren um
5,2%. Die Verbraucherpreise aller Waren und Dienstleistungen sind
dagegen in den letzten beiden Jahren nur um 3,1% gestiegen und binnen
Jahresfrist stabil geblieben (± 0,0%). Damit fiel der Preisauftrieb
für Tabakwaren in den letzten beiden Jahren überdurchschnittlich aus.

Typisch für die Preisentwicklung der Tabakwaren waren in früheren
Jahren sprunghafte Anstiege in Folge von Steuererhöhungen. Seit dem
Jahr 2000 wurde die Tabaksteuer insgesamt acht Mal erhöht, die letzte
Steuersatzänderung fand im Januar 2007 statt. In den letzten beiden
Jahren blieb die Tabaksteuer unverändert, trotzdem mussten die
Raucherinnen und Raucher weitere Preisanstiege hinnehmen. Tabakwaren
verteuerten sich im Juni 2009 gegenüber dem Vormonat spürbar um 4,5%
und im August 2009 um weitere 0,5%. Teilweise werden mit dem
aktuellen Preisanstieg auch neue Packungsinhalte umgesetzt, einige
Zigarettenpackungen enthalten nun 19 statt bisher 17 Zigaretten.

Der Preisauftrieb bei Tabakwaren zeigt seine Wirkung, der Absatz
von Tabakwaren in Deutschland ist in den letzten Jahren rückläufig:
So wurden beispielsweise im Jahr 2008 in Deutschland 3,5 Milliarden
Zigaretten weniger (- 3,8%) als ein Jahr zuvor versteuert.

Erfreulich ist die Nachricht für alle Nichtraucher: Diese
Konsumentengruppe lebt nicht nur gesünder, sondern auch etwas
günstiger. Ohne Berücksichtigung der Tabakwaren beträgt die
Teuerungsrate für die letzten zwei Jahre nur + 3,0% (statt: + 3,1%),
im August 2009 hätte die Inflationsrate (Preisentwicklung gegenüber
August 2008) nur bei - 0,1% gelegen (statt: ± 0,0%).

Weitere Auskünfte gibt:
Ute Egner,
Telefon: (0611) 75-4155,
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Originaltext: Statistisches Bundesamt
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