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Köln (ots) - Die Führungskräfte Chemie rechnen mit einem
deutlichen Beschäftigungsabbau. Die Chemiebranche wird
voraussichtlich knapp 6.200 Stellen abbauen.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise wird auch im kommenden Jahr
deutlich zu spüren sein. Ausgehend von rund 432.900 Beschäftigten in
der chemischen Industrie wird die Branche voraussichtlich knapp 6.200
Stellen abbauen. Dies wären rund 1,4 Prozent weniger Beschäftigte in
den Unternehmen der chemischen Industrie in Deutschland.
Zu diesem Ergebnis kommt die vom VAA - Führungskräfte Chemie
durchgeführte Umfrage, in der sich Führungskräfte zu den
Personalperspektiven des kommenden Jahres äußerten. Die in die
Umfrage einbezogen Unternehmen decken fast 95 Prozent aller in der
chemischen Industrie Beschäftigten ab.
Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender des VAA: "Wir haben die Finanz-
und Wirtschaftskrise noch nicht überwunden. Auch wenn die Produktion
langsam wieder anzieht, wird die chemische Industrie nach wie vor mit
den Auswirkungen der Krise zu kämpfen haben." Fischer ruft dennoch zu
einer nachhaltigen Personalpolitik auf: "Unternehmen sollten die
demografische Entwicklung nicht aus den Augen verlieren. Ob Krise
oder nicht: Investitionen in die Ausbildung junger Führungskräfte und
generationenübergreifender Wissenstransfer sichern langfristigen
Erfolg."
Voraussichtlich wollen nur fünf Prozent der Unternehmen neue
Mitarbeiter einstellen. 54 Prozent planen eine Reduzierung der
Belegschaft, der Rest geht von einer konstanten Beschäftigtenzahl
aus. Hierbei zeigen sich keine Unterschiede zwischen Großunternehmen
und kleinen sowie mittelständischen Betrieben.
Wie in 2009 sind vor allem die Bereiche Produktion und
Serviceleistungen von Stellenreduzierungen betroffen. Für
Personalaufstockungen sorgen erneut Pharma und Spezialchemie.
Prognoserisiken entstehen durch den nicht mit Sicherheit
abschätzbaren weiteren Verlauf der Finanz- und Wirtschaftskrise.
Originaltext: VAA Verband angestellter Akademiker
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Ansprechpartner für Rückfragen: Dr. Martin Kraushaar,
Abteilungsleiter Grundsatzfragen
Tel: 0221 / 16 00 10. E-Mail:
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