ots: Germany Trade and Invest / IBM-Standortstudie sieht deutlich ...
Donnerstag, 14. Januar 2010


Berlin (ots) - Der Investitionsstandort Deutschland schneidet nach
einer jetzt veröffentlichten Länderstudie von IBM Global Business
Services weltweit immer besser ab. Die "Global Location Trends"
verzeichnen für Deutschland einen deutlichen Anstieg an ausländischen
Direktinvestitionen. Als Gründe für das gute Abschneiden werden die
moderaten Lohnwachstumsraten der vergangenen Jahre, Steuersenkungen
und die allgemeine Verbesserung der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen genannt. Als ein Beispiel für den
Qualitätsvorsprung des Standorts nennt der Bericht die Solarindustrie
in Ostdeutschland.

Deutschland sei es trotz des erheblichen Rückgangs der weltweiten
Investitionen in 2008 gelungen, seine Wettbewerbsposition deutlich zu
verbessern. Darüber hinaus habe das Land davon profitiert, dass
Unternehmen verstärkt nach stabilen und verlässlichen Standorten für
ihre Aktivitäten gesucht hätten, stellen die Verfasser der Studie
fest. Demnach entstanden im Jahr 2008 26.700 Arbeitsplätze durch 709
ausländische Investitionsprojekte. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet
das einen Zuwachs von ca. 8.000 Arbeitsplätzen und einen Anstieg von
mehr als 200 Projekten im Jahr 2008. Gerade die Sektoren
industrieller Maschinen- und Anlagenbau, "Business Services" und
Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) haben von
Deutschlands guter Position im internationalen Standortwettbewerb
profitiert.

"Die Ergebnisse von IBM Global Business Services stimmen mit
unseren Erkenntnissen überein. Der Standort Deutschland hat weiter an
Renommee gewonnen. Investoren schätzen mehr denn je die sehr gute und
verlässliche Qualität des Standorts - und das gerade in einem
weltweit instabilen Umfeld", sagte Michael Pfeiffer, Geschäftsführer
von Germany Trade & Invest, der Gesellschaft der Bundesrepublik
Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing. So hat Germany
Trade & Invest etwa einen erheblichen Bedeutungsgewinn der
asiatischen Schwellenländer als Investoren verzeichnet. Die
ausländischen Direktinvestitionen (FDI) aus China und Indien haben
sich in den vergangenen Jahren in Deutschland mehr als verdoppelt.
Sie liegen aktuell bei 242 Mio. Euro für Indien bzw. 355 Mio. Euro
für China.

US-Unternehmen schaffen Arbeitsplätze in Deutschland

Trotz dieses Wachstums bleiben die Industrieländer weiterhin die
wichtigsten Investoren in Deutschland. So haben industrialisierte
Länder insgesamt fast 90 Prozent der durch FDI-Projekte entstandenen
Arbeitsplätze geschaffen. Jeder dritte Arbeitsplatz geht dabei auf
die USA zurück. Daneben waren es Japan und die europäischen
Nachbarländer, die mit ihren Investitionen Arbeitsplätze schufen. Den
größten Beschäftigungseffekt verzeichneten IBM Global Business
Services zufolge die Branchen industrieller Maschinen- und Anlagenbau
mit einem Plus von ca. 300 Prozent, die IKT (plus ca. 100 Prozent)
sowie "Business Services" (plus ca. 40 Prozent).

Die besondere Qualität des Standorts Deutschland hebt die Studie
beispielhaft an zwei Branchen hervor: der Solarindustrie und dem
Sektor "Shared Service Center" für Business Services. Als Beispiel
eines Investors im Contact-Center-Segment wird das amerikanische
Unternehmen Sitel genannt, das sich 2008 in Berlin angesiedelt und
mittlerweile ca. 1000 Arbeitsplätze geschaffen hat. Auch in der von
der weltweiten Wirtschaftskrise betroffenen Solarindustrie haben sich
die deutschen Standorte ihren Wettbewerbsvorsprung durch Qualität
sichern können. Als Faktoren für diesen Erfolg wurden das
qualifizierte Personal, das Reifeniveau der Industrie am Standort,
Marktnähe sowie eine attraktive Betriebskostenstruktur genannt. Hier
werden vor allem die ostdeutschen Bundesländer hervorgehoben.

Germany Trade & Invest ist die Gesellschaft für Außenwirtschaft
und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland. Die
Gesellschaft berät ausländische Unternehmen, die ihre
Geschäftstätigkeit auf den deutschen Markt ausdehnen wollen. Sie
unterstützt deutsche Unternehmen, die ausländische Märkte erschließen
wollen, mit Außenwirtschaftsinformationen.

Originaltext: Germany Trade and Invest
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Pressekontakt:
Eva Henkel
Pressesprecherin
Tel.: 030-200099-173
Fax: 030-200099-111
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