Merkel warnt vor Gefahr eines schwindenden Reformschwungs
Mittwoch, 28. April 2010
Merkel warnt vor Gefahr eines schwindenden Reformschwungs

Berlin (ddp). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor der Gefahr eines nachlassenden Schwungs für den weltweiten finanziellen Reformprozess mit zunehmend besseren Wirtschaftsaussichten gewarnt. Es gebe «einigermaßen positive wirtschaftliche Aussichten», sagte Merkel am Mittwoch in Berlin nach einem Treffen mit den Chefs von fünf internationalen Organisationen. Es bestehe dabei die Gefahr, dass der von der Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) initiierte Prozess zur Reform der internationalen Finanzarchitektur an Schwung verlieren könnte. Bei dem Treffen habe Einigkeit bestanden, «dass das verhindert werden muss», sagte Merkel.

«Wir haben heute festgestellt, dass wir ein klares, international koordiniertes Vorgehen brauchen, um die Krise einzudämmen», betonte sie. Künftige Ungleichgewichte müssten verhindert werden, forderte Merkel.

In einer Erklärung betonten Merkel, der Geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, Weltbank-Präsident Robert Zoellick und die Chefs der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Angel Gurria, der Welthandelsorganisation (WTO), Pascal Lamy, und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Juan Somavia, sie wollten «die umfassenden internationalen Bemühungen mit dem Ziel fortsetzen, die dauerhafte Gesundung des Finanzsektors zu gewährleisten, die Wachstumskräfte dauerhaft zu stärken und die Auswirkungen der Krise auf arme Länder und die schwächsten Bevölkerungsgruppen zu bekämpfen».

(ddp)

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