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Berlin (ddp). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor der
Gefahr eines nachlassenden Schwungs für den weltweiten finanziellen
Reformprozess mit zunehmend besseren Wirtschaftsaussichten gewarnt.
Es gebe «einigermaßen positive wirtschaftliche Aussichten», sagte
Merkel am Mittwoch in Berlin nach einem Treffen mit den Chefs von
fünf internationalen Organisationen. Es bestehe dabei die Gefahr,
dass der von der Gruppe der 20 führenden Industrie- und
Schwellenländer (G-20) initiierte Prozess zur Reform der
internationalen Finanzarchitektur an Schwung verlieren könnte. Bei
dem Treffen habe Einigkeit bestanden, «dass das verhindert werden
muss», sagte Merkel.
«Wir haben heute festgestellt, dass wir ein klares, international
koordiniertes Vorgehen brauchen, um die Krise einzudämmen», betonte
sie. Künftige Ungleichgewichte müssten verhindert werden, forderte
Merkel.
In einer Erklärung betonten Merkel, der Geschäftsführende Direktor
des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn,
Weltbank-Präsident Robert Zoellick und die Chefs der Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Angel Gurria,
der Welthandelsorganisation (WTO), Pascal Lamy, und der
Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Juan Somavia, sie wollten
«die umfassenden internationalen Bemühungen mit dem Ziel fortsetzen,
die dauerhafte Gesundung des Finanzsektors zu gewährleisten, die
Wachstumskräfte dauerhaft zu stärken und die Auswirkungen der Krise
auf arme Länder und die schwächsten Bevölkerungsgruppen zu
bekämpfen».
(ddp)
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