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Berlin (ddp). Das Bundesfinanzministerium sieht Anzeichen für eine
konjunkturelle Bodenbildung im weiteren Jahresverlauf in der
deutschen Wirtschaft. Die Schwächephase werde jedoch zunächst
anhalten, heißt es in dem am Montag in Berlin veröffentlichten
Monatsbericht. Die jüngsten Umfrageergebnisse signalisierten
allerdings, dass sowohl Unternehmen als auch private Haushalte die
wirtschaftlichen Perspektiven zunehmend weniger pessimistisch
beurteilten.
Im zweiten Quartal setze sich der Abwärtstrend noch fort, wenn
auch mit vermindertem Tempo. Vor allem die Industrie dürfte laut
Ministerium im zweiten Quartal weiter schwächeln. Vorlaufende
Indikatoren deuteten auf eine Stabilisierung der industriellen
Aktivität erst im weiteren Jahresverlauf.
Am stärksten dämpfe der Außenbeitrag. Eine wichtige Voraussetzung
für eine breitangelegte und durchgreifende Verbesserung wären aus
Sicht des Ministeriums deshalb neue Impulse von der
außenwirtschaftlichen Seite. «Die sind allerdings nicht vor 2010 zu
erwarten», schreiben die Konjunkturexperten. Die neuesten
Umfragedaten deuteten lediglich auf eine leichte Erholung beim Export
in den kommenden Monaten.
Konjunkturell stabilisierend dürften nach Einschätzung des
Ministeriums in den kommenden Monaten der Bausektor sowie der private
Konsum wirken. Die nach wie vor moderate Preisentwicklung stütze die
Kaufkraft der privaten Haushalte.
Die Auswirkungen der Rezession auf den Arbeitsmarkt seien noch
moderat. Die von der Regierung eingesetzten arbeitsmarktpolitischen
Instrumente wirkten entlastend. «Im Jahresverlauf ist dennoch bei nur
allmählicher Stabilisierung der Wirtschaftsleistung mit einer
fortschreitenden Verschlechterung der Lage auf dem Arbeitsmarkt zu
rechnen», heißt es.
ddp.djn/rab/mwo
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