ots: FinanceScout24 / Zinsfenster für Ratenkredite beginnt sich zu schließen
Donnerstag, 25. Februar 2010


München (ots) -

- Analyse von FinanceScout24 zeigt: Zinsen für Ratenkredite sind
im Januar erstmals seit sechs Monaten wieder gestiegen
- Banken erwarten steigende Ausfallrisiken und treffen deshalb
Vorsorge
- Verbraucher sollten sich vor der Zinswende attraktive
Konditionen sichern

Die Zeiten, in denen Konsumentenkredite zu historisch niedrigen
Zinsen zu haben waren, neigen sich dem Ende zu. Zu diesem Ergebnis
kommt FinanceScout24. Das unabhängige Verbraucher- und
Vergleichsportal hat hierfür Tausende von Ratenkrediten analysiert,
die zwischen Juli 2009 und Januar 2010 von Banken vergeben worden
sind. Über alle Laufzeiten hinweg (12 bis 120 Monate) stieg der
Effektivzins von 6,66 % im Dezember 2009 auf 7,01 % im Januar 2010,
nachdem er in den Monaten zuvor gefallen war. Für Darlehen mit 36
Monaten Laufzeit mussten im Januar im Durchschnitt 6,45 % (Dezember:
6,20 %) bezahlt werden, bei den Krediten mit 60 Monaten Laufzeit
stieg das Zinsniveau von 6,49 % (Dezember) auf 7,05 % (Januar). Basis
der Untersuchung waren die Zinssätze der tatsächlich zustande
gekommenen Kredit-Verträge in dieser Zeit, nicht die Angebote, mit
denen die Banken um Kunden werben.

Einer der Gründe für die wieder höheren Zinsen sind für
FinanceScout24-Geschäftsführer Dr. Errit Schlossberger die höheren
Ausfallrisiken der Kredite vor dem Hintergrund von Kurzarbeit und
steigender Arbeitslosigkeit. Allerdings müssen sich die Banken laut
der Kreditauskunftei Schufa derzeit noch keine Sorgen um die
Rückzahlung ihrer Kredite machen: Die Ausfälle seien 2009 nur um 7 %
gestiegen, womit der Ausfall-Anteil weiterhin im langjährigen Mittel
von 2,5 % aller vergebenen Kredite liege. "Das böse Erwachen könnte
jedoch noch kommen", warnt Schlossberger. "Denn Ausfälle erreichen
erst 15 Monate nach der Aufnahme ihren Höhepunkt. Auch Arbeitslose
kommen im Schnitt erst neun Monate nach ihrer Entlassung in
finanzielle Schwierigkeiten. Dieser Nachlaufeffekt wird von den
Banken bei der Kreditvergabe jetzt vermehrt eingepreist."

Besonders gefährdet, so Schlossberger, seien Verbraucher, die im
vergangenen Jahr unbedingt von der Abwrackprämie profitieren wollten
und deshalb für den Kauf eines Neuwagens einen hohen Ratenkredit
aufgenommen hätten, den sie sich eigentlich nicht leisten konnten.
Tatsächlich hatten deutsche Verbraucher laut Schufa auch in der
Wirtschaftskrise munter auf Pump gekauft. Allein die Abwrackprämie
ließ die Zahl der Konsumentenkredite 2009 um 10 % steigen. Inzwischen
pendelt sich der Wert wieder auf dem Niveau von 2008 ein. Auch im
vierten Quartal des Vorjahres, also nach dem Auslaufen der
Abwrackprämie, war die Zahl der neu abgeschlossenen Ratenkredite nur
um 4 % unter dem Vorjahresniveau geblieben.

Signale für eine Zinswende hatten auch Ernst&Young bei einer
Umfrage unter Kreditinstituten im Januar ausgemacht: 39 % der
befragten Banker rechneten mit höheren Kreditzinsen, nur 7 %
erwarteten fallende Zinsen. 57 % der Befragten stellten sich auf
steigende Kreditausfälle ein. Allerdings waren es ein halbes Jahr
zuvor - inmitten der Krise - noch 70 %. Schlossberger hierzu: "Wer
über größere Anschaffungen nachdenkt, sollte nicht zu lange warten.
Wenn sich die Wirtschaft weiter erholt, werden die Notenbanken im
zweiten Halbjahr die Leitzinsen allmählich erhöhen. Steigende
Kreditzinsen sind dann programmiert."

Im Übrigen sei es nicht zutreffend, so Schlossberger, dass sich
Verbraucher mit Ratenkrediten primär Konsumwünsche wie zum Beispiel
eine Urlaubsreise finanzierten. Noch nicht einmal ein Prozent der
Kunden hatten dies als Grund für ihren Kreditwunsch angekreuzt. Auch
Möbel oder Unterhaltungselektronik würden eher selten auf Pump
finanziert. Dagegen stehe die Umschuldung eines bestehenden Kredits
oder der Autokauf mithilfe eines Ratenkredits weiter hoch im Kurs.
Und das könne durchaus sinnvoll sein, erläutert der
FinanceScout24-Chef: "Bei Barzahlung eines Wagens winken seit dem
Auslaufen der Abwrackprämie noch höhere Rabatte. Der Barkauf mithilfe
eines Ratenkredits ist häufig günstiger als ein Finanzierungsangebot
des Händlers oder der Autobank. Auch sollte jeder, der im vergangenen
Jahr einen Autokredit bei einem Händler abgeschlossen hat, prüfen, ob
er diesen nicht zu günstigeren Konditionen ablösen kann."

Hintergrund: FinanceScout24 kann die Analyse in dieser Form
durchführen, weil FinanceScout24 als einziges Online-Vergleichsportal
seit mehr als einem Jahr eine Schnittstelle zu verschiedenen
Top-Banken einsetzt, die dem Kunden mit nur einer Dateneingabe die
anonyme Kreditprüfung von mehreren Banken gleichzeitig und zeitgleich
ermöglicht. Realtime erhält der Kunde schließlich verbindliche
Zinskonditionen. Die Angebote kann der Kunde dann per PDF downloaden
und im Post-Ident-Verfahren bei seiner ausgewählten Bank einreichen.

Über FinanceScout24:

Die FinanceScout24 GmbH betreibt eines der größten deutschen
Finanzportale im Internet und bietet ihren Nutzern den kostenlosen
Vergleich und den Online-Abschluss von Versicherungen, Produkten zur
Altersvorsorge, Baufinanzierungen, Ratenkrediten, Geldanlageprodukten
sowie Strom-, Gas- und Telekommunikationstarifen. Dabei sorgt
FinanceScout24 für Transparenz bei allen relevanten
Finanzentscheidungen.

FinanceScout24 ist Teil der Scout24-Gruppe, deren Angebote
monatlich rund 8 Millionen Menschen nutzen. Als starker Partner
unterstützt Scout24 seine Kunden bei wichtigen Entscheidungen,
insbesondere in den Lebensbereichen Wohnen, Mobilität, Job,
Partnerschaft und Finanzen. Neben FinanceScout24 zählen AutoScout24,
ElectronicScout24, FriendScout24, ImmobilienScout24, JobScout24 und
TravelScout24 sowie das Portal Jobs.de zur Scout24-Gruppe. Scout24
ist Teil des Deutsche Telekom Konzerns.

Originaltext: FinanceScout24
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Rosenheimer Straße 143b
81671 München
Tel.: + 49 (0)89 189 690 205
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URL: www.financescout24.de

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