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Dienstag, 16. Februar 2010


Hamburg (ots) - Komplizierte Produktportfolios sind für die
Assekuranz Kostentreiber und erschweren den Vertrieb. Dennoch haben
nur drei Prozent der deutschen Versicherer ihr Angebot bereinigt.
Weitere zehn Prozent der Gesellschaften prüfen derzeit kritisch ihre
Portfolios. Die Branchenmehrheit nutzt dagegen nicht das volle
Potenzial unkomplizierter Produktstrukturen. Zu diesem Ergebnis kommt
die Studie "Branchenkompass Versicherungen Spezialausgabe" von Steria
Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Die Tarifvielfalt erschwert nicht nur die Arbeit in Vertrieb und
Beratung, sondern behindert mit zahlreichen Regeln, Ausnahmen und
Sonderfällen auch die Standardisierung von Prozessen. Dabei setzt die
Branche gerade auf solche Prozessoptimierungen, um dem derzeitigen
Kostendruck zu begegnen. Doch 55 Prozent der Versicherungen haben
keinerlei Bereinigung ihres Produktportfolios betrieben. Bei 32
Prozent wurden entsprechende Maßnahmen erst zu einem geringen Teil
umgesetzt.

Besonders zurückhaltend sind die Krankenversicherer: Hier geben 67
Prozent der Befragten an, ihr Tarifangebot überhaupt nicht bereinigt
zu haben. Bei den Personenversicherern haben fast zwei Drittel ihre
Portfolios nicht vereinfacht. Auch die Größe der Gesellschaften
spielt eine Rolle. Während bei Versicherungen mit mehr als 2.000
Mitarbeitern nur rund ein Drittel keinerlei Maßnahmen zur
Tarifbereinigung durchgeführt hat, sind es bei kleineren Anbietern
mit 61 Prozent fast doppelt so viele.

"Einige Versicherer, die keine Kostenführerschaft anstreben,
setzen weiterhin bewusst auf ein breites Portfolio", erklärt Sabine
Moeller, Senior Manager Insurance bei Steria Mummert Consulting.
"Beispielsweise versprechen sie sich davon, breitere
Kundenbedürfnisse abzudecken und damit Wettbewerbsvorteile zu
erzielen. Dafür nehmen sie aber Mehrkosten in Kauf - bei der
Produktentwicklung über den Vertrieb bis hin zur Schadenbearbeitung."

Hintergrundinformationen
Im November 2009 befragte forsa 100 Führungskräfte aus den größten
Versicherungsunternehmen in Deutschland zu den Auswirkungen der
VVG-Novelle, zur Prozessoptimierung und zu ihrer Geschäftsstrategie.
Die Topentscheider vertreten die Geschäftsbereiche
Personenversicherer und Schaden-/Kompositversicherer.
Interviewpartner waren Vorstandsvorsitzende, Geschäftsführer, Leiter
der Bereiche Finanzen, Unternehmensentwicklung, Vertrieb und
Marketing. Die Befragungen wurden mit der Methode des Computer Aided
Telephone Interviewing (CATI) durchgeführt.

Originaltext: Steria Mummert Consulting
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Steria Mummert Consulting
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Tel.: +49 (0) 40 22703-5219
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Faktenkontor
Jörg Forthmann
Tel.: +49 (0) 40 22703-7787
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