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Hamburg (ots) - Aufgrund der Unsicherheit über ihre berufliche
Zukunft in der Außendienstorganisation des Deutschen Rings haben sich
in den letzten Wochen vermehrt Außendienstpartner und Führungskräfte
aus dem Außendienst bei der SIGNAL IDUNA Gruppe beworben. "Die
Bâloise reagiert darauf nun in einer Panikreaktion mit dem Aufbau
einer eigenen Außendienstorganisation für die Sach- und
Lebensversicherung des Deutschen Rings", sagt Reinhold Schulte,
Vorsitzender der Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe.
Seit der Präsentation eines "Masterplans" für die Entflechtung der
Unternehmensgruppe Deutscher Ring durch den Vorstandsvorsitzenden der
Basler Versicherungen, Dr. Frank Grund, am 13. Januar hat es
galoppierende Entwicklungen gegeben: Schon fünf Tage später
verkündete Dr. Grund in einer E-Mail an Führungskräfte ein rigides
Sparprogramm, mit dem Ziel, 13 Millionen Euro bei Verwaltungskosten
und Provisionen für den Vertrieb zu sparen. "(Neu-) Geschäft mit
hohen Provisionsbelastungen wird nicht mehr gezeichnet bzw. hier
werden Einzelfallentscheidungen durch den Vorstand getroffen",
schreibt Dr. Grund. "Diese E-Mail hat die Unruhe im Außendienst
nochmals geschürt", berichtet Michael Johnigk, Vertriebsvorstand der
SIGNAL IDUNA Gruppe.
Dies hat offensichtlich zu einer Panikreaktion geführt: In den
vergangenen Tagen hat die Bâloise die Führungskräfte des
Außendienstes Deutscher Ring zu regionalen Treffen eingeladen und
außerordentlich hoch dotierte Verträge mit der neu zu gründenden
Außendienstorganisation von Sach und Leben des Deutschen Rings
unterbreitet, was stellenweise nahezu zu einer Verdoppelung der
Vergütung führt. Die Leistungen aus den Verträgen wurden jedoch nur
bis 2011 garantiert. Die Führungskräfte wurden zeitlich unter Druck
gesetzt und mussten sich sofort oder aber bis zum nächsten Morgen
entscheiden.
Da die neuen Außendienst-Führungskräfte ohne eine eigene
Vertriebsstruktur eingestellt werden, wurde zugleich ein "Kopfgeld"
in Höhe von 500 Euro ausgelobt für jede Agentur, die sich auf die
neue Außendienstorganisation verpflichtet - also ihre
Geschäftsbeziehungen zum Deutscher Ring Krankenversicherungsverein
abbricht. Dieses Vorgehen legt das hohe Risiko dieser Aktion offen:
Wenn nicht genügend Außendienstpartner gewonnen werden, produziert
die neue Vertriebsorganisation aufgrund ihrer hohen Managementkosten
unvertretbar hohe Verluste.
Mit dem neuen Außendienst von Sach/Leben des Deutschen Rings baut
die Basler als relativ kleiner Versicherer nun die dritte
Vertriebsorganisation auf - neben dem Außendienst der Basler und dem
gemeinsamen Außendienst des Deutschen Rings mit dem
Krankenversicherungsverein. Da die vertraglichen Leistungen für die
abgeworbenen Außendienstführungskräfte nur bis 2011 garantiert sind,
ist absehbar, dass dann die Außendienstorganisationen von Basler und
Sach/Leben des Deutschen Rings zusammengelegt werden - gemäß der
strategischen Vorgabe und Kostenzielen der Bâloise für den deutschen
Markt. Im Projekt KURS, in dem die Bâloise ihre Neuaufstellung nach
der Entflechtung des Deutschen Rings festgelegt hat, sind bereits
Stellenstreichungen im Vertrieb vorgesehen, auch bei Führungskräften.
"Insofern ist eine relativ kurze Garantie für die Führungskräfte im
Außendienst nicht attraktiv", sagt Michael Johnigk. Im Übrigen
beeinträchtigt die flächendeckende Abwerbung die Interessen des
Deutscher Ring Krankenversicherungsvereins erheblich. Das sind
unlautere geschäftliche Handlungen. Die SIGNAL IDUNA Gruppe prüft
daher auch rechtliche Schritte.
"Der Frontalangriff auf die gemeinsame Außendienstorganisation des
Deutschen Rings ist nicht geeignet, das Verhandlungsklima zwischen
Bâloise und SIGNAL IDUNA zu verbessern", bedauert Reinhold Schulte.
"Dennoch hält SIGNAL IDUNA das Gesprächsangebot an die Bâloise
aufrecht."
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Dortmund/Hamburg, 28.01.2010
Pressestelle
SIGNAL IDUNA Gruppe
Unternehmenskommunikation
www.signal-iduna.de
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44121 Dortmund
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Telefax: 0231 135-3539-132023
Hamburg
Telefon: 040 4124-3834
Telefax: 040 4124-4903834
Originaltext: SIGNAL IDUNA Gruppe
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