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Hamburg (ots) - Ein umfassendes Prozessmanagement ist in vielen
deutschen Versicherungsunternehmen bislang nicht umgesetzt. So nutzt
nicht einmal jeder zweite Betrieb (43 Prozent) die
Prozesskostenrechnung für eine verbesserte Kostensteuerung. Dadurch
verschenkt die Mehrheit der Assekuranzen wertvolle
Effizienz-Potenziale. Denn gerade die Prozesskostenrechnung bewerten
die Fach- und Führungskräfte im Vergleich zu anderen Methoden, wie
Lean-Management und Six Sigma, als besonders nützlich. Das ist das
Ergebnis der Studie "Prozessmanagement in der Assekuranz" des
Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Zusammenarbeit mit dem IMWF
Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.
Beim Einsatz moderner Prozessmanagement-Methoden tun sich viele
Versicherungsgesellschaften, unabhängig von ihrer Größe, noch schwer.
Zwar setzen insgesamt zwei Drittel der Unternehmen Prozesslandkarten
ein, um Geschäftsprozesse und ihre Abhängigkeiten untereinander
grafisch darzustellen. Eine anspruchsvollere Anwendung, wie etwa das
Messen des Prozessoutputs, wird jedoch nur in jedem zweiten
Versicherungsbetrieb umgesetzt - und von diesen Unternehmen messen
nur rund 40 Prozent die Outputs intensiv.
"Zwar haben die Versicherer die Grundlagen des Prozessmanagements
inzwischen verinnerlicht. Dazu gehören neben dem Erstellen von
Prozesslandkarten auch dokumentarische Aufgaben sowie die Bestimmung
von Prozessverantwortlichen", erklärt Christian Gensch, Leiter
Management Consulting Versicherungen bei der PPI AG. "Allerdings
stellen wir immer wieder fest, dass Prozesserfolgskennzahlen
unzureichend eingesetzt werden, so dass Verbesserungspotenziale nur
schwierig zu identifizieren sind."
Zu den wichtigsten Prozesskennzahlen zählt dabei die Erfassung der
Durchlaufzeiten von Prozessen, darüber ist sich die Branche einig: 93
Prozent der Befragten halten das Wissen um die Dauer der
betriebsinternen Abläufe für besonders wichtig. Allein an der
Umsetzung hapert es häufig. So wenden nur 34 Prozent der Befragten
die Prozesskennzahl "Durchlaufzeit" intensiv an. Etwas besser sieht
es hinsichtlich der Erfassung von Bearbeitungszeiten aus. 40 Prozent
der Befragten tun dies in ihren Häusern mit Hochdruck. Um
herauszufinden, welche Prozesse dabei besonders viele Kapazitäten der
Sacharbeiter binden, vertrauen immerhin 61 Prozent der befragten
Versicherer auf eine kennzahlengestützte Personalplanung, die
allerdings sehr oft noch auf Stichproben in Form von
Selbstaufschreibungen beruht.
Hintergrundinformationen
Die Studie "Prozessmanagement in der Assekuranz" stellt die
Ergebnisse einer telefonischen Befragung (CATI) dar, die im Auftrag
des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Kooperation mit dem IMWF
Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde.
Im Zeitraum vom 27. April bis 20. Mai 2009 wurden 100 Entscheider aus
den Betriebsorganisationen und den Fachbereichen, die sich mit
Prozessmanagement beschäftigen, befragt.
PPI Aktiengesellschaft
Die PPI Aktiengesellschaft ist seit 25 Jahren an den Standorten
Hamburg, Kiel und Frankfurt erfolgreich für die Finanzbranche tätig.
2008 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 280 Mitarbeitern 36
Millionen Euro Umsatz in den drei Geschäftsfeldern Consulting,
Software Factory und Electronic-Banking-Produkte. PPI stärkt die
Marktposition von Versicherungsunternehmen durch fachlich wie
methodisch exzellente Lösungen für alle Kernprozesse der Assekuranz,
basierend auf langjähriger Praxiserfahrung. In der
Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und verlässliche
Vorgehensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und absolute
Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich von der
strategischen über die versicherungs- und bankfachliche bis zur
IT-Beratung.
Originaltext: PPI AG
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Pressekontakt:
Andreas Gutjahr
Faktenkontor GmbH
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