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Mittwoch, 27. Januar 2010


Hamburg (ots) -
- Weltweit größter Versicherungsmakler Aon veröffentlicht
Weltkarte für politische Risiken
- Neue Indizes für Nahrungsmittel- und Wasserunsicherheit

Die Welt wird in diesem Jahr durch politische und finanzielle
Instabilität geprägt bleiben. Ursachen hierfür sind die anhaltende
Rezession sowie Nahrungsmittel- und Wasserrisiken. Dies sind die
Ergebnisse, die der weltweit größte Versicherungsmakler Aon heute im
Rahmen der Präsentation seiner jährlichen Weltkarte für politische
Risiken vorstellte.

Mit der aktuellen Weltkarte für politische Risiken präsentiert Aon
in diesem Jahr auch erstmals Indizes zur weltweiten Nahrungsmittel-,
Agrarprodukt- und Wasserversorgung - und teilweise brisante
Erkenntnisse. "Da die globale Erwärmung die regionalen
Klimaverhältnisse und Wetterbedingungen ändert und die Nachfrage nach
Biokraftstoffen in die Höhe treibt, steht die Welt nie da gewesenen
Nahrungsmittel- und Wasserrisiken gegenüber", sagt Frederik Köncke,
Leiter von Aon Crisis Management. In den vergangenen 20 Jahren sei
die Weltbevölkerung schneller gewachsen als die Agrarproduktion. Der
Anstieg der weltweiten Nahrungsmittelpreise in den Jahren 2007 und
2008 habe zu dramatischen geopolitischen Ereignissen geführt - von
Hungerrevolten in Indien bis hin zu Arbeiterunruhen in Kambodscha.
Der Aon-Manager sieht sich in seiner Analyse von prominenter Seite
unterstützt. Köncke: "Erst im vergangenen Monat warnte die
Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen
davor, dass die weltweiten Nahrungsmittelpreise erneut rapide steigen
könnten."

Zur Analyse der globalen Nahrungsmittel- und Wasserunsicherheit
hat Aon in Zusammenarbeit mit der internationalen Beratungsfirma
Oxford Analytica zwei zukunftsgerichtete Indizes entwickelt. Diese
Indizes wurden auf die 30 Länder mit dem höchsten Risiko angewandt -
das heißt, auf jene Länder, die mittel- und langfristig potenziell
den schlimmsten Nahrungsmittel- und Wasserunsicherheiten
gegenüberstehen. Dabei handelt es sich durchweg um
Entwicklungsländer, hauptsächlich in Afrika.

Der Index der Versorgungsrisiken bei Agrarprodukten (Agricultural
Commodity Supply Risk Index) bietet die Perspektive der
Versorgerseite und stellt jene international gehandelten
Agrarprodukte heraus, bei denen das Risiko eines Lieferengpasses -
und damit einer plötzlichen weltweiten Preisspitze - am größten ist.
Danach müssten viele der weltweit produktivsten Agrarregionen mit
einem Rückgang der Produktivität rechnen, wenn die Temperaturen dort
stiegen. "Kakao steht mit Abstand an der Spitze des Agricultural
Commodity Supply Risk Index für 2010, da sich mehr als 75 Prozent der
Weltproduktion auf vier Länder konzentriert, die maßgeblich durch
Lieferunterbrechungen bedroht sind", sagt Köncke. "Zu den Bedrohungen
für die Kakaoversorgung gehören politische Instabilität,
Naturkatastrophen und die Unsicherheit der Wasserversorgung."

Die Indizes zur Nahrungsmittel- und Wasserunsicherheit sollten
laut Köncke aber nicht grundsätzlich pessimistisch interpretiert
werden. "Sie sind zukunftsgerichtete Beurteilungen, die als
'Frühwarnung' gedacht sind." Während der wachsende Druck durch die
globale Erwärmung auf der Versorgerseite eher ein langfristiges Thema
sei, gebe es dringendere Probleme. "Es gibt Länder, die bestimmte
Nahrungsmittel nicht mehr ausreichend produzieren können, es sich
aber in finanziell schwierigen Zeiten auch nicht leisten können,
diese Nahrungsmittel zu importieren. Dies übt Druck auf das soziale
Gleichgewicht eines Landes aus und kann zu geopolitischen Ereignissen
führen, wie wir sie 2007/2008 beobachtet haben", sagt der
Aon-Manager, der einige Länder in der Zwickmühle sieht. Denn die
Aussichten auf eine echte wirtschaftliche Erholung - etwa im Verlauf
des nächsten Jahres - würde die Situation sogar eher verschlechtern.
Köncke: "Damit würde es wohl auch weltweit eine steigende Nachfrage
nach Nahrungsmitteln und Wasser geben. Angesichts der derzeitigen
lieferseitigen Probleme in einigen Bereichen würde dies den
bestehenden Druck in einigen Ländern noch erhöhen."

Die Weltkarte für politische Risiken wird von Aon jährlich
erstellt. Im Vergleich zum Vorjahr wurden neun Länder auf ein
niedrigeres Risikoniveau gestuft: Albanien, Myanmar/Burma, Hongkong,
Kolumbien, Südafrika, Sri Lanka, Ost-Timor, Vanuatu und Vietnam.

In achtzehn Ländern haben sich die Bedingungen verschlechtert, was
zu einer Herabstufung geführt hat: Algerien, Argentinien, El
Salvador, Äquatorialguinea, Ghana, Honduras, Kasachstan, Lettland,
Madagaskar, Mauretanien, Philippinen, Puerto Rico, Seychellen, Sudan,
Vereinigte Arabische Emirate, Ukraine, Venezuela und Jemen.

Der Sudan, Venezuela und der Jemen wurden der Kategorie mit sehr
hohem Risiko hinzugefügt, der auch Afghanistan, die Demokratische
Republik Kongo, der Iran, der Irak, Nordkorea, Somalia und Simbabwe
zugeordnet sind.

Köncke: "Mit unserer Weltkarte für politische Risiken bieten wir
international operierenden Unternehmen eine gute Orientierungshilfe.
Die Weltkarte hilft dabei, Risiken und deren Auswirkungen auf den
Geschäftsbetrieb besser einzuschätzen. Das Wachstum und die
Ertragskraft von Unternehmen können in einigen Regionen dieser Erde
entscheidend von dieser Beurteilung abhängen."

Über die Weltkarte für politische Risiken 2010:

Aon hat das politische Risiko von 209 Ländern und Territorien
bewertet und erfasste dafür folgende Risiken: Risiko der
Nichtkonvertierbarkeit und des Transfers von Währungen, Streiks,
Aufstände und zivile Unruhen, Krieg, Terrorismus, Nichtzahlung von
Staaten, politische Einflussnahme, Unterbrechungen von Lieferketten
sowie rechtliche und regulatorische Risiken. Das Risiko wurde
länderweise als gering, mittelgering, mittel, mittelhoch, hoch oder
sehr hoch eingestuft.

Die Ergebnisse der Analyse werden auf der von Aon in
Zusammenarbeit mit Oxford Analytica, einer internationalen
Beratungsfirma, erstellten Weltkarte für politische Risiken 2010
dargestellt. Oxford Analytica schöpft seine Untersuchungsergebnisse
aus einem weltweiten Netzwerk von mehr als 1.000 Fachleuten -
einschließlich führender Dozenten der Oxford University und
bedeutender Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt - um das
geopolitische Risiko unabhängig bewerten zu können.

Die Weltkarte für politische Risiken wird jährlich von Aon
veröffentlicht. Aon bietet seit 1912 Versicherungs- und
Beratungsleistungen hinsichtlich politischer Risiken und
Handelskredite an.

Aon ist der weltweit größte Versicherungsmakler. Ein Schwerpunkt
der Arbeit von Aon liegt in der Beratung von Industrie- und
Großunternehmen. Die global operierende Aon Corporation ist
börsennotiert. Die Aktien werden an der New Yorker Börse und an der
Frankfurter Börse gehandelt (Wertpapierkennummer: 865852). Aon ist
in mehr als 120 Ländern mit rund 36.000 Mitarbeitern tätig. In
Deutschland beschäftigt das Unternehmen rund 1.500 Mitarbeiter an
sieben Standorten. Die Deutschlandzentrale von Aon ist in Hamburg.

Safe Harbour Statement: http://aon.mediaroom.com/index.php?s=67

Originaltext: Aon Jauch & Hübener Holdings GmbH
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Pressekontakt:
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Marketing & Communications
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www.aon.de/presse

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist
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