ots: Landesbausparkassen / Erfolgsmodell trotz Wissens-Lücken / Nach 16 ...
Dienstag, 30. März 2010


Berlin (ots) - Die Riester-Förderung für Bausparverträge und für
die Finanzierung von Wohneigentum hat sich schnell etabliert. 16
Monate nach der Einführung sind bei den Landesbausparkassen (LBS)
bereits über 250.000 Wohn-Riester-Bausparverträge abgeschlossen
worden. "Dieser Erfolg ist um so bemerkenswerter, als es immer noch
viele Informations-Defizite gibt", stellt LBS-Verbandsdirektor
Hartwig Hamm fest. Neue Befragungsergebnisse zeigten, dass die
Reichweite der Wohn-Riester-Förderung immer noch massiv unterschätzt
werde, sowohl was die Zielgruppen angeht, als auch den
Verwendungszweck und die Förderhöhe. Mehr Aufklärung könne die
Altersvorsorge mit Wohneigentum daher weiter voranbringen.

Der LBS-Sprecher verweist auf eine aktuelle Umfrage vom
Jahresbeginn. Danach haben immerhin drei Viertel der LBS-Kunden
bereits vom "Wohn-Riester" gehört. Aber von denen, die sich zum Kreis
der Berechtigten äußern konnten, waren 58 Prozent irrtümlich der
Auffassung, die Förderung gebe es nur innerhalb bestimmter
Einkommensgrenzen. Viele gehen auch davon aus, dass die Förderung nur
für die Ansparphase gilt. Und die meisten unterschätzen die Höhe der
Riester-Zulagen mehr oder weniger deutlich. "Ich bin mir sicher, dass
Umfragen in der Gesamtbevölkerung sogar noch größere Wissenslücken
ergeben hätten, als wir sie bei der Befragung unserer Kunden
identifiziert haben", bewertete Hamm das Ergebnis.

Gerade für Schwellenhaushalte erreicht nach Information der LBS
die Förderung eine beachtliche Höhe. So könnten Familien mit zwei
kleinen Kindern Jahr für Jahr 908 Euro an Zulagen erhalten. Dafür
sind bei mittleren Einkommen vielfach eigene Spar- oder
Tilgungsleistungen nötig, die sogar unter diesem Wert liegen können;
mit anderen Worten: Die Wohn-Riester-Förderung kann über 100 Prozent
der Eigenleistungen betragen. Das macht sich nach Hamms Worten als
spürbare Entlastung bemerkbar: "Denn der Staat zahlt im Endeffekt für
ein Darlehen von 90.000 Euro ein Prozent Tilgung." Und diese Hilfe
gebe es nicht nur acht Jahre wie bei der alten Eigenheimzulage,
sondern bis zum Ende der Finanzierung.

Eine weitere wichtige Botschaft ist nach den Worten des
LBS-Verbandsdirektors, dass es die Förderung ohne jede
Einkommensgrenze gibt und dass sie weit mehr als nur die Zulage
ausmachen kann. "Singles mit guten Einkommen können inklusive
Steuervorteil bis zu 1.000 Euro pro Jahr kassieren", rechnet Hamm
vor. Diese Höchstförderung gelte beim Spitzensteuersatz plus Soli
sowie Kirchensteuer. Das mache fast die Hälfte dessen aus, was die
Bausparer selbst dafür auf den "Wohn-Riester-Vertrag" einzahlen
müssen.

Wie auch die Stiftung Warentest errechnet hat, summiert sich der
Wohn-Riester-Effekt für die meisten Wohneigentumserwerber auf hohe
fünfstellige Finanzierungskosten-Einsparungen. Oder anders
ausgedrückt: Das Ziel der Schuldentilgung wird einige Jahre früher
erreicht als ohne Förderung. Zu Recht weisen die Experten auch darauf
hin, dass jeder Käufer von Wohneigentum sich über die
Wohn-Riester-Finanzierung informieren lassen sollte.

Die LBS, mit den Sparkassen in Deutschland die Nummer Eins bei der
Wohnungsbaufinanzierung, gehen deshalb davon aus, dass die
Altersvorsorge mit Wohneigentum noch an Bedeutung gewinnen wird.
Dafür spreche auch, dass seit dem 1. Januar 2010 Guthaben aus allen
vorhandenen Riester-Verträgen ohne Einschränkung für die Schaffung
von Wohneigentum als Eigenkapital eingesetzt werden kann. Viele
Menschen haben nach Einschätzung der LBS noch nicht erkannt, welch
große Vorteile für sie in Wohn-Riester stecken. "Vor allem für
Schwellenhaushalte kann dies den entscheidenden Impuls geben, den
Schritt in die eigenen vier Wände zu tun", so Hamm. Dies gelte
insbesondere auch deshalb, weil zugleich das wirtschaftliche Umfeld
mit günstigen Immobilienpreisen und extrem niedrigen Zinsen mehr denn
je den Bau oder Kauf attraktiv mache.

Originaltext: Landesbausparkassen
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Pressekontakt:

Dr. Ivonn Kappel
Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen
Referat Presse
Tel.: 030-20225-5398
Fax: 030-20225-5395
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