ots: Institut der deutschen Wirtschaft Köln - IW Köln / Agenda 20D - Wege zu ...
Dienstag, 28. Juli 2009


Köln (ots) -
Nach dem historischen Wirtschaftseinbruch ist die Politik
gefordert, die Bedingungen für mehr Wachstum und Verteilungseffizienz
zu schaffen. Die Agenda 20D des Instituts der deutschen Wirtschaft
Köln zeigt, wie dies gelingen kann. Demnach gilt es erstens, den
Bürgern den Zugang zu Arbeit zu erleichtern. Hierbei ist z.B. die
Arbeitsmarktpolitik gefordert, das Arbeitslosengeld II umzugestalten
- etwa durch eine lineare Anrechnung von Hinzuverdiensten. Die zweite
große Aufgabe liegt in einem besseren Zugang zu Bildung. Vor allem
Kinder von Migranten sowie jene aus bildungsschwachen Familien
sollten frühzeitig individuell gefördert werden. Zudem ist das
Bildungssystem reformbedürftig - so ist es wichtig, den Absolventen
des beruflichen Bildungswesens den Weg an die Hochschule stärker zu
ebnen. Der dritte Teil des Pflichtenheftes für die Politik besteht
darin, den Staatshaushalt zu sanieren. Der beste Weg zum
Schuldenabbau führt dabei über konsequentes Sparen auf der
Ausgabenseite - allerdings nicht bei den Investitionen. Zum
steuerpolitischen Minimalprogramm gehört die Beseitigung der kalten
Progression in der Einkommensbesteuerung. Die vierte große
Herausforderung für den Staat ist es, neues Vertrauen zu schaffen.
Verlässliche Rahmenbedingungen können hierzu ebenso beitragen wie
eine unabhängige und wissenschaftlich kontrollierte Bankenaufsicht.

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.): Agenda 20D - Wege
zu mehr Wachstum und Verteilungseffizienz, IW-Studien, Köln 2009, 304
Seiten, 52 Euro. Bestellung über Fax: 0221 4981-445 oder unter:
www.divkoeln.de

Originaltext: Institut der deutschen Wirtschaft Köln - IW Köln
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/51902
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_51902.rss2

Pressekontakt:
Gesprächspartner im IW:
Dr. Axel Plünnecke, Telefon: 0221 4981-701
Christoph Schröder, Telefon: 0221 4981-773

- Querverweis: Ein Dokument liegt in der digitalen
Pressemappe zum Download vor und ist unter
http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar -

Viele Meldungen aus anderen Ressorts und zu verwandten Themen:

Institute gegen CSU-Forderung nach niedrigerer Hotel-Mehrwertsteuer

Mit ihrer Forderung nach einer Senkung der Mehrwertsteuer in einigen Dienstleistungsbranchen stößt die CSU bei führenden Wirtschaftsforschungsinstituten auf Widerstand. Christoph M. Schmidt warnte am Montag: «Mit einer solchen Steuervergünstigung würde ...

Im Land droht ein Koalitionskrach wegen Steuerdaten-Ankauf

In Baden-Württemberg droht ein Koalitionskrach um den Ankauf von Daten potenzieller Steuersünder. Landesjustizminister Ulrich Goll (FDP) bekräftigte seine ablehnende Haltung gegenüber einem möglichen Erwerb von Datensätzen, die dem baden-württembergischen Finanzministerium ...

Chef der Wirtschaftsweisen sieht Regierung vor «Herkules-Aufgabe»

Der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wolfgang Franz, warnt die Bundesregierung vor weiteren Steuerentlastungen. Franz sagte der Nachrichtenagentur ddp, der Bund müsse «ab dem Jahr 2011 bis ...

Erben haben die Wahl

Bei Erbschaften aus den Jahren 2007 und 2008 können die Nachkommen jetzt noch entscheiden, ob sie diese noch nach dem alten Rechtstand oder schon den neuen Regeln der Erbschaftsteuerreform 2009 ...

Zahl der Steuer-Selbstanzeigen in NRW fast verdoppelt

Im Zusammenhang mit den zum Kauf angebotenen Bankdaten mutmaßlicher Steuerhinterzieher aus der Schweiz hat in Nordrhein-Westfalen die Anzahl der Selbstanzeigen sprunghaft zugenommen. Die Zahl stieg von 572 Selbstanzeigen in der ...

Steuern: Homburger will die Finanzlage berücksichtigen

FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger will bei weiteren Steuersenkungen die Haushaltslage nicht völlig außer Acht lassen. Die Koalition bleibe bei der gemeinsamen Haltung, dass als Impuls für mehr Wachstum und Beschäftigung in ...


 
< zurück   weiter >

Zufallsartikel