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Frankfurt (ots) - Griechische Kapitalertragsteuer auf Kursgewinne
geplant / Griechische Behörden stellen an deutsche Lagerstelle
unerfüllbare Anforderungen / Einstellung des deutschen Handels mit
griechischen Aktien möglicherweise zum 1. Juli / Ob Anleihen
betroffen sind, ist noch offen
Der direkte Handel mit griechischen Aktien könnte in Deutschland
ab dem 1. Juli der Vergangenheit angehören. Das berichtet das
Anlegermagazin 'Börse Online' (Ausgabe 16/2010, www.boerse-online.de)
und beruft sich dabei auf eine entsprechende Warnung der Baader Bank,
dem in Deutschland führenden Händler griechischer Aktien. Hintergrund
sei die voraussichtliche Einführung einer zehnprozentigen
Kapitalertragsteuer auf Kursgewinne in Griechenland.
Im Zuge der Steuerpläne fordern die griechischen Behörden von der
deutschen Lagerstelle (Clearstream) für jeden deutschen Besitzer
griechischer Titel die Einführung eines speziellen Kontos.
Clearstream ist laut der Baader Bank jedoch nicht in der Lage, diese
so genannten "Segregated Accounts" zu erstellen und versucht daher,
diese Forderung mit einem Sammelkonto zu umgehen. Ob sich die
griechischen Behörden mit einem "Omnibus Account" zufrieden geben,
ist aber noch unklar. Die offizielle Entscheidung der griechischen
Behörden steht noch aus. Lassen die Griechen kein Sammelkonto zu,
werde der Handel mit griechischen Aktien in Deutschland mit der
Einführung der Kapitalertragsteuer auf Kursgewinne eingestellt, warnt
die Baader Bank.
Über die Gesetzesnovelle wird in der kommenden Woche im
griechischen Parlament debattiert. Voraussichtlich wird die neue
Steuer sogar schon zum 1. Juli eingeführt. Die Diskussionen könnten
sich aber auch bis Jahresende hinziehen. "Alles ist möglich", heißt
es auf Nachfrage von 'Börse Online' bei der Athener Börse. Es sei mit
einer heißen Debatte zu rechnen. Griechische Banken und die
griechische Börse warnen davor, gerade in den aktuell schwierigen
Zeiten eine Steuer auf Spekulations-Gewinne einzuführen. 'Börse
Online' rät Anlegern, griechische Aktien zu verkaufen. Ob auch
Anleihen von der Steuer betroffen sind, ist noch offen.
Originaltext: Börse Online, G+J Wirtschaftsmedien
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Erich Gerbl, G+J Wirtschaftsmedien, Ressort Geld
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