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Hannover (ots) -
(AWD) Altersarmut könnte sich selbst in so einem fortschrittlichen
Staat wie Deutschland zu einem Problem entwickeln. Der Bundesverband
deutscher Banken (BdB) sieht ernsthafte Gefahren: bereits heute mache
die gesetzliche Rente durchschnittlich kaum mehr als 60 Prozent des
Gesamteinkommens der Rentnerhaushalte aus. Künftigen Pensionären ohne
ausreichende private und betriebliche Altersvorsorge droht daher
Altersarmut. Beim BdB fordert man die Pflicht zur steuerlich
geförderten betrieblichen Altersvorsorge. Dabei sollten Arbeitnehmer
automatisch bei Abschluss eines Arbeitsvertrages in die Betriebsrente
eintreten und nur bei einem aktiven Widerspruch austreten können. Und
Selbstständige müssten einen Altersvorsorgevertrag abschließen, falls
sie kein Mitglied eines beruflichen Versorgungswerkes sind.
"Diese Forderung unterstreicht die Notwendigkeit der
Zusatzvorsorge neben der gesetzlichen Rentenversicherung. Doch ob nun
wie vom BdB gewünscht als Plicht oder auf freiwilliger Basis: Das
betriebliche Altersvorsorgemodell ist ein sinnvoller Baustein zum
Aufbau der persönlichen Rente. Die staatliche Förderung in der
Einzahlungsphase macht die Betriebsrente so attraktiv. In diesem Jahr
können bis zu 2.640 Euro steuer- und sozialabgabenfrei sowie in
bestimmten Fällen zusätzlich 1.800 Euro steuerfrei in einen
Vorsorgevertrag eingezahlt werden. Für Arbeitnehmer besteht sogar ein
gesetzlicher Anspruch auf die Einrichtung einer Betriebsrente. Falls
der Arbeitgeber selbst über kein Vorsorgeangebot verfügt, ist er zum
Abschluss einer Direktversicherung verpflichtet", so
AWD-Vorsorgeexperte Klaus Tönnishoff.
Originaltext: AWD Gesellschaft für Wirtschaftsberatung und Finanzbetreuung mbH
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