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Berlin (ddp). Die CDU sieht im Gegensatz zur Schwesterpartei CSU
im kommenden Jahr keine Spielräume für steuerliche Entlastungen.
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte am Montag nach Beratungen von
Präsidium und Bundesvorstand der Partei in Berlin, es sei «mehr als
unwahrscheinlich», dass es zum 1. Januar 2011 zu Entlastungen kommen
könne. Unabhängig davon seien Schritte zur Steuervereinfachung
möglich. «Eine Entlastung sehe ich im Jahr 2011 nicht», fügte Gröhe
hinzu.
Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» hatte berichtet, Bayerns
Ministerpräsident Horst Seehofer lasse seinen Finanzminister Georg
Fahrenschon (beide CSU) ein Konzept ausarbeiten, das eine moderate
Steuerentlastung von 2,5 Milliarden Euro zum 1. Januar 2011 vorsieht.
«Wir müssen solide Haushaltspolitik und Steuerentlastung unter einen
Hut bringen und schon 2011 bei der Steuer mit dem Abbau der kalten
Progression anfangen», wird Seehofer zitiert.
Gröhe wies zugleich Attacken aus der FDP gegen
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zurück. Der
Generalsekretär sprach von einer «unangemessenen Tonlage» gegenüber
Schäuble. Es komme einem Eigentor gleich, sich «ausgerechnet an einem
der beliebtesten Bundesminister zu reiben, von dem die Menschen
wissen, dass bei ihm die Lage der öffentlichen Haushalte in guten
Händen ist».
Der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef Andreas Pinkwart hatte
auf dem FDP-Parteitag am Wochenende den Minister attackiert. Wer
Griechenland Milliarden an Hilfen in Aussicht stelle und dann den
Arbeitnehmern in Deutschland sage, für sie sei kein Geld zur
Entlastung da, «der schlägt den Bürgern ins Gesicht», hatte Pinkwart
erklärt.
(ddp)
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