Was man vom eingezahlten Geld als Rente wieder herausbekommen kann
Mittwoch, 11. März 2009

Rendite der Rentenversicherung

Wenn man sich anschaut, welche Beiträge man ein Leben lang in die gesetzliche Rente eingezahlt hat und was am Ende wieder ausgezahlt bekommt, dann könnte man schnell zu der Schlussfolgerung kommen, dass das für den einzelnen Bezugsberechtigten ein echtes Verlustgeschäft ist. Doch ganz so ist es nicht, denn die Situation lässt sich nur reell beurteilen, wenn man dabei auf die breite Masse der Bezugsberechtigten abstellt.


Renditechancen bei der gesetzlichen Rente

Dass sich die eingezahlten Beiträge plus Rendite mit der später ausgezahlten Rente rein theoretisch und auf den statistischen Durchschnitt berechnet die Waage halten müssen, das ist schon im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert, über das sich auch die sozialen Träger und die gesetzlichen Rentenversicherungen nicht hinweg setzen dürfen.


Einer der unterschätzten Aspekte bei der Renditebeurteilung ist das steigende durchschnittliche Lebensalter, was letztendlich eine Verlängerung der durchschnittlichen Zahldauer der gesetzlichen Rente zur Folge hat. Wenn man eine Renditeberechnung zur Rente erstellt, dann sollte man immer bedenken, dass hier ein durchschnittliches Lebensalter von 82 Jahren zugrunde gelegt wird.


Auch sind die Risiken der zusätzlich notwendigen Zahlungen nicht zu vergessen, die bei einer Erwerbsminderung oder durch die verschiedenen Formen der Hinterbliebenenrenten auf die staatlichen Rentenkassen zukommen können. Auch diese müssen über die Beiträge mit finanziert werden, so dass in die Berechnung der Rendite der Altersrente immer nur ein Teil der gezahlten Beiträge mit einfließen kann. Dieser Anteil liegt derzeit bei etwa achtzig Prozent.

Beim Erreichen des durchschnittlichen Lebensalters geht man derzeit davon aus, dass sich mit der staatlichen Rente je nach Geschlecht und sozialem Status eine Verzinsung zwischen 3,5 und 4,1 Prozent ergibt. Diese Berechnung bezieht sich ausschließlich auf die Altersrente. Wer Erwerbsminderungsrente, Witwenrente, Waisenrente oder Erziehungsrente bezieht, oder das als Durchschnitt angesetzte Lebensalter überschreitet, der kommt natürlich auf eine deutlich erhöhte Rendite. Das wird immer dann deutlich, wenn aus steuerlichen Gründen der so genannte Ertragsanteil einer Rente ermittelt wird, der bei den genannten Formen der Rente durchaus im höheren zweistelligen Bereich liegen kann.


Stellt man die Rendite der normalen staatlichen Altersvorsorge den geförderten privaten und betrieblichen Vorsorgemaßnahmen gegenüber, dann weisen diese in den meisten Fällen je nach Anlageform eine deutlich höhere Verzinsung auf. Allerdings ist dort für den Versicherer das Risiko auch deutlich niedriger, denn nur in den seltensten Fällen wird man eine lebenslange Leibrente garantiert bekommen. Bei den meisten privaten Altersvorsorgen mit hohen Renditen wird ein fester Zahlungszeitraum vereinbart, der in der Regel bei zwölf Jahren liegt. Danach entsteht erneut eine Versorgungslücke, die dringend geschlossen werden muss, wenn man nicht vorsätzlich den Absturz in die Altersarmut riskieren möchte.


Doch ein weiterer Faktor beeinflusst die Rendite der gesetzlichen Altersvorsorge erheblich. Niemand kann heute vorhersehen, welche prozentualen Erhöhungen der Renten in den nächsten Jahren auf Grund der Entwicklung der Löhne und der wirtschaftlichen Möglichkeiten der Rentenkassen erzielt werden können. Auch das ganz persönlich erreichte Lebensalter, was niemand konkret vorherbestimmen kann, spielt bei der zu erzielenden Rendite eine entscheidende Rolle. Deshalb haben alle Berechnungen der Rendite der staatlichen Altersvorsorge immer nur einen rein hypothetischen Charakter.


 
< zurück   weiter >

Zufallsartikel

Newsflashes - Newsflash
Vorgestellt: Forex Tageshandel (Daytrading)
Administrator - Samstag, 16. August 2008
Geldanlage mal anders: Forex Tageshandel (Daytrading) Beim Forex-Tageshandel, oder auch „Forex Daytrading (http://www.trading-online-forex.com/forex-daytrading.php)“ genannt, versuchen Anleger, von den täglichen Kursschwankungen der Währungen auf dem Devisenmarkt zu profitieren. Ähnlich wie beim Aktienhandel wird billig gekauft und nach einer Kurssteigerung wieder verkauft. Aus der Kursdifferenz erzielen die Anleger ihren Gewinn. Von Tageshandel ...
Newsflashes - Newsflash
Versicherungen dürfen Schadensersatz bei falschen Angeban geltend machen
Administrator - Sonntag, 11. Mai 2008
Versicherungen dürfen bei falschen Angaben im Schadensfall Schadensersatz fordern Versicherungsunternehmen dürfen eien Rechnung stellen und damit Schadensersatz geltend machen wenn im Falle eines Schadens der Versicherte falsche Angaben zur Sache macht.