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Frankfurt (ots) -
Bereitschaft zur Beschäftigung mit privater Altersvorsorge
erstmals seit dem 2. Quartal 2008 gestiegen
- Knapp 60 Prozent haben weiterhin keinen Riester-Vertrag
- Börsenaufschwung steigert Akzeptanz von Fonds zur Altersvorsorge
Mit dem Börsen- und dem erwarteten Wirtschaftsaufschwung findet
bei den Menschen ein Umdenken bei der Altersvorsorge statt. Aktuell
halten es 72 Prozent der Anleger für notwendig, sich mit der privaten
Altersvorsorge zu beschäftigen. Damit stieg das Bewusstsein für eine
zusätzliche Vorsorge erstmals seit dem zweiten Quartal 2008. Damals
lag der Anteil bei 77 Prozent und fiel auf 68 Prozent im dritten
Quartal 2009 konstant ab. Dies geht aus einer Umfrage von Union
Investment zum Anlegerverhalten bei der Altersvorsorge im vierten
Quartal 2009 hervor.
Bei jungen Menschen große Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis
Einen besonders hohen Anstieg gab es in der Altersgruppe der 20-
bis 29-Jährigen. Hier sehen mit 79 Prozent überdurchschnittlich viele
Personen eine Notwendigkeit, sich mit dem Thema private Vorsorge zu
beschäftigen. Im Vorquartal waren es nur 71 Prozent. Doch trotz
dieses Bewusstseins liegt in dieser Altersklasse der Anteil
derjenigen, die sich bereits sehr stark oder stark mit dem Thema
beschäftigt haben, bei lediglich 63 Prozent und damit deutlich unter
dem Durchschnitt von 71 Prozent über alle Altersgruppen. "Bei den
jungen Menschen existiert offensichtlich eine deutliche Diskrepanz
zwischen Wissen und Handeln. Die Banken, aber vor allem die Schulen
müssen hier mehr tun, um die Funktionsweise der Vorsorgesysteme zu
vermitteln und dadurch den Handlungsabsichten auch Taten folgen zu
lassen", so Hans Joachim Reinke, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender von Union Investment.
Knapp 60 Prozent haben weiterhin keinen Riester-Vertrag
Auch acht Jahre nach Einführung der Riester-Rente geben mehr als
die Hälfte (57 Prozent) der Befragten an, keinen Riester-Vertrag
abgeschlossen zu haben. Im Vorquartal waren es noch 59 Prozent.
"Erfreulich ist, dass die Quote seit dem dritten Quartal 2007
konstant zurückgeht. Doch angesichts der attraktiven staatlichen
Förderung für jeden Sparer ist der Wert deutlich zu hoch", so Reinke.
Welche Summen gerade junge Sparer alleine aus der Riester-Rente
erzielen können, zeigt auch der Vorsorgeatlas Deutschland, den das
Forschungszentrum Generationenverträge der Universität Freiburg im
Auftrag von Union Investment erstellt hat ( www.altersvorsorge.de ).
Die 20- bis 34-Jährigen, die bereits eine Riester-Rente abgeschlossen
haben, können alleine hieraus bei Rentenbeginn rund ein Drittel ihres
letzten Bruttoeinkommens ersetzen.
Börsenaufschwung steigert Akzeptanz von Fonds
Gefragt nach der Einschätzung, welche Anlageform eine höhere
Auszahlung im Alter ermöglicht, nannten 48 Prozent Investmentfonds
(Vorquartal 47 Prozent). Nur 41 Prozent nannten private
Versicherungen. Interessant hierbei ist hier die Korrelation zum
Börsenverlauf. Nach dem Einbruch der Börsen sank auch die Erwartung
bei den Anlegern. Im vierten Quartal 2008 hielten noch 48 Prozent
Investmentfonds für die renditeträchtigere Anlageform. Dieser Wert
sank dann auf 41 Prozent im zweiten Quartal 2009 ab. Mit dem
nachhaltigen Aufschwung der Märkte im Jahr 2009 stieg die Erwartung
an die Auszahlungshöhe von Investmentfonds nun wieder auf den
Ausgangswert Ende 2008.
Seit Mitte 2007 lässt Union Investment durch das
Marktforschungsinstitut Forsa quartalsweise eine Erhebung zum Thema
Altersvorsorge durchführen. Befragt werden 500 Finanzentscheider in
privaten Haushalten im Alter von 20 bis 59 Jahren, die mindestens
eine Geldanlage besitzen. Die aktuelle Befragung für das vierte
Quartal 2009 fand in der Zeit vom 2. bis zum 9. November 2009 statt.
Originaltext: Union Asset Management Holding AG
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Markus Temme
Öffentlichkeitsarbeit
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