ots: Deutsche Rentenversicherung Bund / Gunkel zur Finanzsituation in der ...
Donnerstag, 3. Dezember 2009


Berlin (ots) - "Die gesetzliche Rentenversicherung hat die
Finanzkrise bisher unbeschadet überstanden und sich gerade in dieser
Phase wieder als besonders stabiles System der Alterssicherung
bewährt", so Alexander Gunkel, Vorsitzender des Bundesvorstandes der
Deutschen Rentenversicherung Bund, in seinem Bericht an die heute in
Berlin tagende Bundesvertreterversammlung.

Entwicklung der Rentenfinanzen im Jahr 2008

"Trotz der einsetzenden Rezession haben sich die Einnahmen im Jahr
2008 deutlich positiv entwickelt", führte Gunkel aus. Sie hätten mit
237,4 Milliarden Euro um mehr als 3,7 Milliarden Euro über den
Ausgaben gelegen. Dadurch konnte die Nachhaltigkeitsrücklage zum
Jahresende 2008 auf 15,7 Milliarden Euro anwachsen, so Gunkel.

Finanzentwicklung 2009

Die Deutsche Rentenversicherung Bund schätze die Einnahmen für das
Jahr 2009 auf rund 238,9 Milliarden Euro, so Gunkel. Das bedeute
einen Zuwachs von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Den Einnahmen stünden voraussichtlich 239,0 Milliarden Euro als
Ausgaben gegenüber. Damit sei das Ergebnis am Jahresende mit einem
geringen Defizit von 0,1 Milliarden Euro annähernd ausgeglichen. Die
Nachhaltigkeitsrücklage bleibe mit 15,9 Milliarden Euro nahezu
unverändert.

Entwicklung im mittelfristigen und langfristigen Zeitraum

"Der Beitragssatz wird mit den Annahmen der Bundesregierung im
mittelfristigen Zeitraum bei 19,9 Prozent verharren", kündigte Gunkel
an. Die Beitragssatzziele - 2020 höchstens 20 Prozent, 2030 höchstens
22 Prozent - könnten nach den Modellrechnungen gehalten werden.

Nach den Annahmen der Bundesregierung sei zu erwarten, dass im
nächsten Jahr die Rentengarantie greife. Dadurch werde eine
Rentenkürzung verhindert. Gunkels Worten zufolge werde es nach den
Eckdaten der Bundesregierung erst 2012 wieder zu einer Rentenerhöhung
kommen. Auch sei nach den Eckdaten der Bundesregierung 2012 wieder
mit einem Aufbau der Nachhaltigkeitsrücklage zu rechnen.

Fazit

Die Finanzsituation der Rentenversicherung habe sich im laufenden
Jahr günstiger entwickelt, als dies vor dem Hintergrund der
Finanzkrise zu erwarten gewesen sei. Die Folgen der mit der
Finanzkrise einhergehenden Wirtschaftskrise würden hingegen auch die
Rentenversicherung treffen. Dennoch könnten die vom Gesetzgeber
formulierten Rentenniveau- und Beitragssatzziele eingehalten werden.
"Das ist eine sehr gute Botschaft für die Rentner und die
Beitragszahler", meinte Gunkel abschließend.

Originaltext: Deutsche Rentenversicherung Bund
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Pressekontakt:
Dr. Dirk von der Heide
Pressesprecher
Tel. 030 865-89174
Fax. 030 865-27379

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