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Staatsanwaltschaft ermittelt wegen HGAA-Desaster in Stoibers Büro |
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Montag, 26. April 2010 |
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München (ddp). Nach neuen Vorwürfen gegen den ehemaligen
bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) im Zusammenhang
mit dem Kauf der maroden Kärntner Bank Hypo Group Alpe Adria (HGAA)
hat die Generalstaatsanwaltschaft am Montag Akten in der
Staatskanzlei und in Stoibers Büro abgeholt. Der Generalstaatsanwalt
habe Akteneinsicht verlangt und auch erhalten, hieß es aus gut
informierten Kreisen. Durch die Unterlagen sollen Vorwürfe überprüft
werden, nach denen Stoiber offenbar frühzeitig vom maroden Zustand
der HGAA wusste.
Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte auf ddp-Anfrage,
dass Akten abgeholt worden seien, wollte allerdings keine
Einzelheiten nennen. Die «Süddeutsche Zeitung» hatte in ihrer
Wochenendausgabe berichtet, die Staatskanzlei habe im Juni 2007 eine
erste Warnung aus dem Finanzministerium erhalten. Einen Monat später
soll Stoiber erneut über einen Prüfbericht der Österreichischen
Nationalbank vom 25. Mai zum Zustand der HGAA informiert worden sein,
in dem der Kärntner Bank «massive Mängel» und «wesentliche
Gesetzesverletzungen» vorgeworfen wurden. Der Bericht wurde wenige
Tage nach dem Kauf der HGAA durch die Bayerische Landesbank
(BayernLB) vorgelegt.
Dem Freistaat ist durch den Kauf der maroden HGAA ein finanzieller
Schaden von 3,75 Milliarden Euro entstanden.
(ddp)
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