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Frankfurt am Main (ots) - Nach zwei Ausnahmejahren normalisiert
sich die Ertragslage -
- 1. Quartal 2010: Zusagen für zinsgünstige Programmkredite erneut
deutlich über dem Vorjahr, Förderangebote zur
Liquiditätssicherung erweitert, Emissionsgeschäft mit hohem
Anteil internationaler Investoren, operatives Ergebnis unter
Vorjahr, aber über Vorkrisenniveau
- Geschäftsjahr 2009: Förderleistung übertrifft Rekordjahr 2008,
Konzerngesamtergebnis nach IFRS trotz negativer
Bewertungsergebnisse kräftig gestiegen, Eigenkapitalkennziffern
erneut verbessert: Kernkapitalquote 15,3 % (HGB),
Gesamtkennziffer 23,8 % (HGB)
Sowohl für den bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2010 als
auch für den Jahresabschluss 2009 zog der Vorstand der Rentenbank,
Frankfurt am Main, anlässlich der Bilanzpressekonferenz der
Förderbank für die Agrarwirtschaft eine positive Förderbilanz. "Trotz
einer verhaltenen Investitionsneigung in der Landwirtschaft sind
unsere Programmkredite im 1. Quartal 2010 weiter lebhaft nachgefragt
worden. Das Zusagevolumen wuchs um 36 % auf 1,2 Mrd. EUR", so
Vorstandsmitglied Dr. Horst Reinhardt. Zufrieden zeigte sich
Reinhardt auch mit dem Emissionsgeschäft im 1. Quartal: "Insbesondere
bei internationalen Investoren waren unsere Emissionen wieder stark
gefragt. Mit 4,5 Mrd. EUR haben wir schon fast die Hälfte unseres
Mittelbedarfs für 2010 zu günstigen Refinanzierungsbedingungen
eingedeckt". Vorstandsmitglied Hans Bernhardt erläuterte, dass sich
die seit Mitte 2009 zu beobachtende Normalisierung der Ertragslage
wie erwartet in den ersten Monaten des Jahres fortgesetzt habe. Mit
92,3 Mio. EUR (106,9) lag das operative Ergebnis im 1. Quartal 2010
nach HGB deshalb deutlich unter dem außergewöhnlich hohen Niveau der
beiden Ausnahmejahre 2008 und 2009. Im Vorquartalsvergleich sei das
Betriebsergebnis dennoch leicht gestiegen. Auch die Ergebnisse des
IFRS-Abschlusses lägen im positiven Bereich, seien aber nach wie vor
durch eine hohe Volatilität der Bewertungsergebnisse geprägt. Für die
weitere Entwicklung im laufenden Jahr gab Bernhardt einen
optimistischen Ausblick: "Auf der Basis der bisherigen
Ertragsentwicklung sind wir zuversichtlich, unsere Förderangebote
auch einem weiter steigenden Finanzierungsbedarf anpassen zu können.
Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zu Stabilisierung der
Kreditversorgung im Agrarsektor. Auch im weiteren Verlauf des Jahres
erwarten wir eine positive Entwicklung unserer Ertragslage. Die
Ergebnisse werden allerdings deutlich unter den beiden Ausnahmejahren
2008 und 2009 liegen."
Förderangebot erweitert: Liquiditätshilfedarlehen stark
nachgefragt
Nachdem das aus Bundesmitteln zusätzlich zinsverbilligte Programm
Anfang März innerhalb weniger Tage vergriffen war, hat die Rentenbank
mit Blick auf die anhaltend schwierige Situation vieler Betriebe ihr
Förderangebot erst kürzlich um zusätzliche Liquiditätshilfedarlehen
erweitert. Neben Milchvieh und Schweine haltenden Betrieben können
jetzt auch Ackerbaubetriebe, Garten- und Weinbaubetriebe die mit
besonders günstigen Top-Konditionen der Rentenbank ausgestatteten
Darlehen erhalten. Außerdem können sowohl landwirtschaftliche
Betriebe als auch sonstige Unternehmen der Agrar- und
Ernährungswirtschaft ihre Liquiditätssituation bis Ende 2010 durch
zinsgünstige Anschlussfinanzierungen für bereits getätigte
betriebliche Ausgaben verbessern. Liquiditätshilfedarlehen waren
bereits 2009 stark nachgefragt worden und hatten zusammen mit den
gestiegenen Finanzierungen im Bereich erneuerbarer Energien zu einem
Wachstum des Neugeschäftes der Programmkredite auf 5,4 Mrd. EUR (4,0)
geführt.
Ertragsentwicklung 2009: Konzernbetriebsergebnis über Vorjahr
Die Ertragsentwicklung war im Geschäftsjahr 2009 erneut durch eine
für die Förderbank insgesamt sehr günstige Margenentwicklung an den
Finanzmärkten gekennzeichnet. Das nach IFRS ermittelte
Konzernbetriebsergebnis erreichte vor Fair Value- und Hedge-Bewertung
und nach Abzug der Verwaltungsaufwendungen 291,8 Mio. EUR (202,3).
Trotz eines Bewertungsverlustes in Höhe von 102,4 Mio. EUR lag das
Konzerngesamtergebnis der Förderbank mit 190,4 Mio. EUR (66,5)
deutlich über dem Vorjahr. Der Bewertungsverlust spiegelt in erster
Linie niedrigere Refinanzierungskosten wider, die nach IFRS eine
Ergebnisbelastung durch Höherbewertung der verbrieften
Verbindlichkeiten zur Folge haben. "Diese Bewertungsverluste sind
überwiegend eine temporäre Größe, weil sie in den folgenden Jahren
als Bewertungsgewinne durch Marktdatenänderung,
Restlaufzeitenverkürzung oder Tilgung zurückfließen", so Hans
Bernhardt, Vorstand für Finanzen. Der Finanzmarktkrise und der
starken Volatilität der IFRS-Ergebnisse hat die Förderbank durch
entsprechende Risikovorsorge und die Dotierung von Reserven und
Rücklagen Rechnung getragen.
Förderdividende 2009: 95 Mio. EUR für die Landwirtschaft
Für die Verbilligung ihrer Programmkredite setzte die Rentenbank
2009 rd. 82 Mio. EUR (75) aus ihren eigenen Erträgen ein. Außerdem
wurde das Kapital der Edmund Rehwinkel-Stiftung aus Erträgen der
Rentenbank um 2 Mio. EUR erhöht. Der Bilanzgewinn von 11,3 Mio. EUR
(10,8) wird ebenfalls ausschließlich für Förderzwecke verwendet. Er
wird je zur Hälfte dem Zweckvermögen und dem Förderungsfonds
zugeführt. Schwerpunkte des Förderungsfonds waren im Geschäftsjahr
2009 Zuschüsse für agrarbezogene Forschungsprojekte und
Weiterbildungsmaßnahmen des landwirtschaftlichen Berufsstands.
Insgesamt erreichte die aus den Erträgen der Bank finanzierte
Förderleistung damit 95 Mio. EUR (86).
Darlehensbestand der Programmkredite wächst um 22,5 %
Mit einem Plus von 22,5 % auf 19,6 Mrd. EUR (16,0) in der Bilanz
verzeichneten die Programmkredite erneut ein überdurchschnittliches
Wachstum. Dementsprechend stieg der Anteil dieser für spezielle
Förderzwecke und Hilfsmaßnahmen angebotenen und mit besonders
günstigen Konditionen ausgestatteten Kredite am mittel- und
langfristigen Darlehensbestand auf rd. 47 % (40). Insgesamt erreichte
das Volumen mittel- und langfristiger Förderdarlehen in der Bilanz
41,8 Mrd. EUR (40,4). Auch der Wertpapierbestand leistete einen
positiven Wachstumsbeitrag. Mit 28,1 Mrd. EUR (27,7) lag diese
Bilanzposition aufgrund des Neugeschäfts bei verbrieften
Finanzierungen leicht über dem Vorjahr. Insgesamt erreichte das
mittel- und langfristige Fördervolumen in der Bilanz 65,8 Mrd. EUR
(63,5). Da die Rentenbank insbesondere mit Blick auf die
Finanzmarktkrise auch 2009 kurzfristige Forderungen an
Kreditinstitute und Kunden reduzierte, sank die Bilanzsumme trotz des
weiter wachsenden Fördervolumens auf 76 Mrd. EUR (88).
Refinanzierungsbedingungen normalisierten sich ab April
Auf der Passivseite der Bilanz bilden die verbrieften
Verbindlichkeiten mit 61,6 Mrd. EUR (68,9) den größten Posten. 2009
nahm die Förderbank zur Refinanzierung ihres mittel- und
langfristigen Aktivgeschäfts 10,0 Mrd. EUR (11,2) auf. Die
Verteuerung der Refinanzierung durch die Angebotsflut von
Staatsanleihen und staatsgarantierten Bankemissionen setzte sich in
den ersten Monaten des Berichtsjahres zunächst fort. Ab dem 2.
Quartal normalisierten sich die Emissionsbedingungen mit der Folge
kontinuierlich sinkender Refinanzierungskosten. Entgegen der Tendenz
in früheren Jahren platzierte die Förderbank mehr als die Hälfte
ihres Emissionsvolumens bei inländischen Investoren. Das
Euro-Medium-Term-Note-Programm (EMTN) blieb mit einem
Emissionsvolumen von 5,8 Mrd. EUR (7,7) dennoch das wichtigste
Refinanzierungsinstrument, gefolgt von den Namenspapieren, die
insbesondere bei inländischen Versicherungen platziert wurden. Die
Emissionserlöse aus Namenspapieren erreichten 1,9 Mrd. EUR und
übertrafen damit erstmals das Mittelaufkommen aus Globaldarlehen.
Aufgrund des hohen Anteils inländischer Investoren sank der
Fremdwährungsanteil im Berichtsjahr auf rd. 35 % (80). Im
kurzfristigen Bereich refinanziert sich die Förderbank überwiegend
durch das Euro-Commercial-Paper-Programm (ECP). Am Jahresende war das
Programm mit 10,5 Mrd. EUR (13,3) ausgelastet.
Solide Eigenkapitalausstattung: Kennziffern nochmals gestiegen
In der Bilanz 2009 werden die Eigenmittel insgesamt mit 3,1 Mrd.
EUR (3,0) ausgewiesen. Dieser Betrag enthält nachrangige
Verbindlichkeiten in Höhe von 1,1 Mrd. EUR (1,1). Auf das
Grundkapital, Rücklagen und den Fonds für allgemeine Bankrisiken
entfielen 2,0 Mrd. EUR (1,9). Sowohl die nach der
Solvabilitätsverordnung errechnete Gesamteigenkapitalquote als auch
die Kernkapitalquote lagen mit 23,8 % (19,1) bzw. 15,3 % (12,3)
deutlich über den bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen. Die
Eigenkapitalausstattung der Förderbank hat sich damit weiter
verbessert.
Unsere vollständigen Presseinformationen finden Sie im Internet
unter: www.rentenbank.de
Originaltext: Landwirtschaftliche Rentenbank
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/34948
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Pressekontakt:
Dr. Karin Gress
Tel.: 069/2107-393, Fax:-6447
E-Mail:
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