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Frankfurt (ots) - Während der Deutsch-Russischen
Regierungskonsultationen hat die KfW Entwicklungsbank heute im
Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Dmitri
Medwedew Kreditverträge mit sechs russischen Banken unterzeichnet.
Die Kreditvergabe in einem Volumen von 73 Millionen US-Dollar
erfolgte im Rahmen der "Deutsch-Russischen Initiative zur
Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen" zwischen der
russischen Vnesheconombank und der KfW. Innerhalb der Initiative
stehen insgesamt 200 Millionen Euro für die Mittelstandsfinanzierung
in Russland zur Verfügung, damit Unternehmen auch in der Krisenzeit
an Kapital kommen. Davon hat die Bundesregierung, vertreten durch das
Bundesumweltministerium, im Rahmen der Internationalen
Klimaschutzinitiative 30 Millionen Euro für die Kreditvergabe an
russische Mittelständler, die Energieeffizienzmaßnahmen durchführen
wollen, vorgesehen. Das im Februar gestartete Abkommen sieht vor,
dass von der KfW zu vergebende Kredite mit einer Garantie durch die
Vnesheconombank versehen werden.
"Die KfW leistet damit in der jetzigen wirtschaftlichen Lage einen
wichtigen Beitrag für die Mittelstandsförderung in Russland durch die
Bereitstellung von notwendigen Kreditmitteln. Die gemeinschaftliche
Initiative mit der Vnesheconombank verfolgt durch die Förderung von
Klimaschutzmaßnahmen darüber hinaus auch den nachhaltigen Umgang mit
Ressourcen und damit Ziele, die über die aktuelle Krise
hinausweisen", sagte Dr. Ulrich Schröder, der Vorstandsvorsitzende
der KfW Bankengruppe, anlässlich der Vertragsunterzeichnung.
Von der Deutsch-Russischen Initiative werden bis zu 20.000
kleinere und mittlere Unternehmen sowie rund eine Millionen
Beschäftigte profitieren. Banken, die sich für die Kredite der KfW
zur KMU-Förderung qualifizieren wollen, müssen einen starken
regionalen Bezug und einen guten Zugang zur Zielgruppe der kleinen
und mittleren Unternehmen aufweisen.
Die Banken, mit denen unterschrieben wurde, sind in so
unterschiedlichen Regionen wie Wladiwostok, Sibirien, Tatarstan und
natürlich dem wirtschaftlichen Zentrum Moskau vertreten. Darüber
hinaus versorgen sie über Filialen weite Teile des Landes.
Nach der Unterzeichnung von zwei Pilotverträgen über insgesamt 45
Millionen US-Dollar im April ist mit der heutigen Unterzeichnung ein
weiterer Meilenstein für das langfristig und nachhaltig ausgerichtete
Kreditprogramm erreicht.
Das Abkommen "Deutsch-Russische Initiative zur Finanzierung von
kleinen und mittleren Unternehmen" wurde im Rahmen des
TRANSFORM-Nachfolgeprogramms aufgelegt, mit dem die Bundesregierung
die wirtschaftliche Entwicklung des Finanz- und KMU-Sektors in
Russland unterstützt.
Als Mandatar des Bundeswirtschaftsministeriums und des
Bundesfinanzministeriums fördert die KfW ihre Partner mit gezielten
Beratungsmaßnahmen (z. B. Gesetzgebung, Managerausbildung,
KMU-Förderung und Finanzsystementwicklung) sowie
Refinanzierungsprogrammen (derzeit im Volumen von 300 Millionen
Euro). Das Garantieabkommen mit der Vnesheconombank ist ein
zusätzlicher Baustein, der diese Programme ergänzt.
Originaltext: KfW
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