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Montag, 14. September 2009


Mainz/Düsseldorf (ots) - Noch in diesem Jahr sollen die Vorschläge
der Chefs der 27 weltweit führenden Zentralbanken zur Umsetzung
strengerer Eigenkapitalregeln ausformuliert werden und bereits 2010
getestet und überarbeitet werden. Mit dem von der Bank für
Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) vorgestellten Maßnahmen-Paket
sollen höherer Kapitalmarktanforderungen, Verschuldungsgrenzen und
Mindestanforderungen an die Liquidität von Finanzinstituten
eingeführt werden. Bereits im Mai 2009 hatten sich das EU-Parlament,
der EU-Ministerrat und die EU-Kommission auf eine Verschärfung der
Eigenkapitalvorschriften geeinigt. Mit der Änderung der sogenannten
"Capital Requirements"-Richtlinie soll unter anderen das Management
von Großkrediten verbessert und grenzübergreifende tätige Bankgruppen
besser kontrolliert werden.

Auf der 10. Handelsblatt Konferenz "Neue Entwicklungen in der
Bankenaufsicht" (2. und 3. November 2009, Mainz) werden die
angestrebten internationalen, europäischen sowie deutschen
Regulierungsmaßnahmen für die Finanzmärkte vorgestellt und deren
Auswirkungen auf das Bankgeschäft von Finanzexperten diskutiert. Auf
die Weiterentwicklung der Anfang September vorgestellten Basler
Eigenmittelvorschriften geht Erich Loeper (Deutsche Bundesbank) ein.
Die Verschärfungen der Finanzmarktaufsicht durch die EU-Banken- und
Kapitaladäquanzrichtlinie und die damit einhergehenden Vorgaben für
Vergütungs-Systeme und die Stärkung der europäischen
Aufsichtsstrukturen erläutert Dirk Jäger (Bundesverband deutscher
Banken).

Wie sinnvoll ist ein einheitliches Sicherungssystem?

Die Vorschläge für höhere Eigenkapitalanforderungen und ein
einheitliches europäisches Sicherungssystem wird besonders von den
Genossenschaftsbanken und Sparkassen kritisch bewertet, da sich ihre
eigenen Sicherungssysteme gut in der Krise bewährt haben. Peter
Konesny (Deutscher Sparkassen- und Giroverband) geht auf die Folgen
der "Capital Requirements"-Richtlinie ein und zeigt
Verbesserungspotenziale auf. Darüber hinaus stellt er aktuelle
Änderungen im Gesetz für das Kreditwesen (KWG) und im
Großkreditbereich vor. Die Überarbeitung der Mindestanforderungen an
das Risikomanagement (MaRisk) und die Auswirkungen auf die
Kreditwirtschaft beschreibt Dr. Ralf Hannemann (Bundesverband
Öffentlicher Banken Deutschlands).

Risikoabwägungen

Wie sich die geplanten neuen aufsichtlichen Regelungen auf die
unterschiedlichen Risikoarten auswirken ist ein weiterer Schwerpunkt
der Handelsblatt Jahrestagung. Neben Marktrisiken im Handelsbuch,
Liquiditätsrisiken und Prozyklizität werden Reputationsrisiken,
Risikokonzentrationen und Stresstest analysiert. Die Implementierung
von Kreditrisikomess-Systemen erläutert Dr. Holger Eberle (HSBC
Trinkhaus & Burkhardt AG) am Beispiel eines mittelgroßen Institutes.
Die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes auf die
Bewertung, Bilanzierung und Offenlegungspflichten von
Finanzinstituten werden von Dr. Lutz Hahnenstein (IKB Deutsche
Industriebank AG) und Karl-Heinz Hillen (Deutsche Bundesbank)
dargestellt.

Das Programm finden Sie im Internet unter:
http://www.konferenz.de/ots-bankenaufsicht09

Originaltext: EUROFORUM - ein Geschäftsbereich der Informa Deutschland SE
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/6625
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Pressekontakt:
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Informa Deutschland SE
Dr. phil. Nadja Thomas
Senior-Pressereferentin
Prinzenallee 3
40549 Düsseldorf
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