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Frankfurt am Main (ots) - Emissionsgeschehen belebt sich im
vierten Quartal 2009 deutlich / Börsen in China und USA liegen auf
Jahressicht dennoch klar vorn / PwC-Experten erwarten weitere
Erholung in Europa zur Jahresmitte 2010
Europas Aktienbörsen haben im Schlussquartal 2009 mehr
Erstemissionen und deutlich höhere Emissionserlöse verbucht als in
den vorangegangenen neun Monaten. Von Oktober bis Ende Dezember gab
es an den Märkten von Oslo bis Athen 61 Börsengänge (Initial Public
Offerings, kurz IPOs) mit einem Emissionsvolumen von zusammen 4,994
Milliarden Euro. Damit entfielen annähernd drei Viertel der gesamten
Emissionserlöse des Jahres 2009 auf das vierte Quartal, wie aus der
vierteljährlich erscheinenden Marktanalyse "IPO Watch Europe" der
Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers
(PwC) hervor geht.
"Die IPO-Bilanz des zurückliegenden Quartals stimmt zuversichtlich
für 2010. Da zahlreiche Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten
geplante Börsengänge verschoben haben, ist die Emissionspipeline gut
gefüllt. Sofern sich die Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten
weiterhin positiv entwickeln und neuerliche Schocks ausbleiben,
dürfte sich der europäische IPO-Markt bis Mitte des laufenden Jahres
erholen", kommentiert Christoph Gruss, Partner in der Capital Markets
Group bei PwC.
Im Gesamtjahr 2009 gab es an den europäischen Börsen 151
Erstemissionen, die zusammen 6,834 Milliarden Euro einbrachten (2008:
337 Emissionen und 13,957 Milliarden Euro). Die Finanz- und
Wirtschaftskrise hat damit auf dem europäischen IPO-Markt wesentlich
tiefere Spuren hinterlassen als in den USA und China. An den
US-Börsen gab es im vergangenen Jahr 68 IPOs mit einem Gesamtvolumen
von 17,212 Milliarden Euro, die chinesischen Märkte verzeichneten
sogar 172 Emissionen mit einem Volumen von 42,265 Milliarden Euro.
Euronext geht in Führung
Die gemessen am IPO-Volumen stärkste europäische Börse war im
vierten Quartal 2009 die Gemeinschaftsbörse NYSE Euronext. Hier
brachten 13 Emissionen einen Gesamterlös von 1,907 Milliarden Euro.
Auf Rang zwei liegt die Warschauer Börse mit 16 IPOs und einem
Emissionsvolumen von 1,454 Milliarden Euro. Erheblichen Anteil an dem
guten Ergebnis hatte der Börsengang des Energieversorgers Polska
Grupa Energetyczna, der mit einem Erlös von 1,407 Milliarden Euro die
europaweit größte Emission des vierten Quartals war.
An den Londoner Märkten gab es im Schlussquartal 2009 14 IPOs mit
einem Gesamtvolumen von 951 Millionen Euro. Auf Rang vier folgt die
Luxemburger Börse mit acht IPOs und 456 Millionen Euro, dahinter
liegt die Borsa Italiana mit drei Börsengängen und einem
Emissionsvolumen von 121 Millionen Euro.
An der Frankfurter Börse blieb das Emissionsgeschehen auch im
vierten Quartal verhalten. Der Börsengang des chinesischen
Mobilfunkspezialisten Vtion war die einzige Erstemission, sie brachte
48 Millionen Euro.
Im Gesamtjahr 2009 nahm die NYSE Euronext mit einem
Emissionsvolumen von 1,908 Milliarden Euro und 36 IPOs die
europäische Führungsposition ein. Auf dem zweiten Platz folgt London
mit 25 IPOs und einem Volumen von 1,660 Milliarden Euro, knapp vor
Warschau mit 1,594 Milliarden Euro und 38 Börsengängen.
In der "IPO Watch Europe" erfasst PwC vierteljährlich sämtliche
Neuemissionen an den wichtigsten Börsen in Belgien, Dänemark,
Deutschland, Frankreich, Griechenland, Holland, Irland, Italien,
Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, der
Schweiz, Spanien und im Vereinigten Königreich. Umplatzierungen
zwischen verschiedenen Marktsegmenten eines Handelsplatzes bleiben
ebenso unberücksichtigt wie Emissionen aus einer Mehrzuteilungsoption
("Greenshoe") im Rahmen eines IPO. Die Zahlenangaben im "IPO Watch
Europe" beruhen ausschließlich auf von den Börsen übermittelten
Daten.
Den aktuellen "IPO Watch Europe - 4. Quartal 2009" von PwC finden
Sie ab heute vormittag online unter: www.pwc.de/de/ipowatch-jan2010
Originaltext: PwC PriceWaterhouseCoopers
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/8664
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