ots: Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte AG / Quartalsbericht 1/09 der ...
Mittwoch, 22. April 2009


Kirkel (ots) -

-Konzernumsatz bei 795,6 Millionen Euro (-8,0 Prozent)

-Saisonaler operativer Verlust (EBITA) steigt auf 49,2 Millionen
Euro

-Auslandsgeschäft leidet unter Abwertung der Landeswährungen

-Im Inland im April deutliche Belebung

-Weiterhin positives Ergebnis in 2009 erwartet

Ungünstige wirtschaftliche und klimatische Rahmenbedingungen im
In- und Ausland haben das Geschäft der Praktiker Bau- und
Heimwerkermärkte Holding AG im ersten Quartal 2009 spürbar
beeinträchtigt. Der Konzernumsatz sank, auch aufgrund der deutlichen
Wechselkursverluste in den osteuropäischen Auslandsmärkten, gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 8,0 Prozent auf 795,6
Millionen Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der saisonübliche operative
Verlust von 20,8 auf 49,2 Millionen Euro. Dennoch rechnet das
Management - vor dem Hintergrund einer deutlichen Belebung des
Inlandsgeschäfts im Monat April - weiterhin mit einem "angemessenen,
positiven EBITA" im gesamten Geschäftsjahr 2009.

Wolfgang Werner, Vorstandsvorsitzender der Praktiker Bau- und
Heimwerkermärkte Holding AG, nannte die Eckdaten des vorliegenden
Quartalsberichts nicht zufrieden stellend. Der Rückgang in Umsatz und
Ergebnis sei aber auch "nicht überraschend, vergleicht man das
Marktumfeld von heute mit dem im Frühjahr 2008, als noch keiner
ahnte, in welch atemberaubendem Tempo die damalige Finanzkrise auf
inzwischen alle Bereiche der Realwirtschaft übergreifen sollte".
Zufrieden zeigte sich Werner indes über den guten Start ins zweite
Quartal. Das Deutschland-Geschäft liege bisher im April über dem
Vorjahresstand und habe die Umsatzverluste der ersten drei Monate
schon zu einem großen Teil kompensieren können. Dementsprechend
konnte inzwischen der Umfang der Kurzarbeit, die im März in einem
Drittel des deutschen Praktiker-Filialnetzes eingeführt wurde,
deutlich reduziert werden. Werner: "Derzeit sind noch 32 Märkte in
Kurzarbeit, rund 50 weniger als im Vormonat. Das spricht nicht nur
für die Flexibilität dieses arbeitsmarktpolitischen Instruments. Es
deutet auch auf eine gewisse Entspannung der Lage hin". Nun gelte es,
zu beobachten, wie nachhaltig dieser von der Witterung begünstigte
Trend wirke.

Vorjahresumsatz deutlich verfehlt, aber in Deutschland gut
behauptet

In den ersten drei Monaten 2009 schlug die Wirtschaftskrise im In-
und Ausland erkennbar auch auf den Einzelhandel durch. Dies bekam
auch die Praktiker Gruppe zu spüren. Ihr Umsatz sank im ersten
Quartal um acht Prozent auf 795,6 Millionen Euro (Vorjahr 865,1
Millionen Euro). Maßgeblich daran beteiligt war das Auslandsgeschäft.
So lag der Umsatz des Segments International mit 206,1 Millionen Euro
um 13,6 Prozent unter dem des ersten Quartals des Jahres 2008 (238,6
Millionen Euro). Eine Hauptursache hierfür ist - neben der
Kaufzurückhaltung der Kunden - der zwischenzeitlich eingetretene
massive Wechselkursverfall in vielen osteuropäischen Ländern. Ohne
diesen Währungseffekt, der sich im letzten Quartal 2008 erstmals
abgezeichnet hatte, wäre der Auslandsumsatz nur um 3,6 Prozent
geschrumpft.

Auch in Deutschland gingen die Umsatzerlöse konjunktur- und
witterungsbedingt im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres
2009 zurück. Erschwerend kam hinzu, dass das Ostergeschäft in diesem
Jahr in den April fiel. Der Rückgang konnte jedoch durch
Preismaßnahmen und zusätzliche Marketinganstrengungen begrenzt
werden. So ging der Konzernumsatz im Inland um 5,9 Prozent - von
626,5 auf 589,5 Millionen Euro - zurück. Die Marke Praktiker büßte
von Januar bis März sogar nur 5,6 Prozent ein, die Marke Max Bahr 6,9
Prozent. Dazu Werner: "Wir haben bei Max Bahr stärker auf die Marge
geachtet. Bei Praktiker sind wir unseren preissensiblen Kunden
weitestgehend entgegengekommen. Ich denke, wir haben damit an
Vertrauen und Image gewonnen. Das könnte sich im weiteren Verlauf des
Jahres noch auszahlen". Es habe sich gezeigt, dass es gelungen sei,
die Marke Praktiker "so zu positionieren, dass sie gerade in
Krisenzeiten eine besondere Anziehungskraft auf Kundengruppen ausübt,
die beim Einkauf sparen wollen oder müssen".

EBITA deutlich unter Vorjahr

Auch die Ertragssituation des Praktiker Konzerns hat unter der
gegenwärtigen Wirtschaftskrise gelitten. Die im ersten Quartal eines
Jahres - saisonal bedingt - typischerweise anfallenden operativen
Verluste betrugen im laufenden Geschäftsjahr 49,2 Millionen Euro. Im
Vorjahr lag das EBITA bei minus 20,8 Millionen Euro. Das operative
Ergebnis hat sich also in diesem Frühjahr erheblich verschlechtert.
Im Auslandsgeschäft, das erstmals in den letzten beiden Jahren in
einem Winterquartal einen leicht positiven Ergebnisbeitrag
ablieferte, wurde das EBITA mit minus 10,0 Millionen Euro (Vorjahr
plus 1,3 Millionen Euro) ausgewiesen. Bei unveränderten Wechselkursen
wäre dieser Wert um 1,4 Millionen Euro besser ausgefallen.

In Deutschland erhöhte sich der operative Verlust auf 39,2
Millionen Euro (Vorjahr 22,1 Millionen Euro). Ursächlich hierfür war
die Entwicklung der Marke Praktiker. Hier lag das EBITA bei minus
36,0 Millionen Euro. Bei Max Bahr wurde trotz des vergleichsweise
schlechten Beginns der Gartensaison im März eine leichte Verbesserung
des EBITA auf minus 1,5 Millionen Euro erzielt.

Ausblick

Rund vier Wochen nach der Bilanzpressekonferenz bleibt das
Management der Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG bei
seiner bisherigen qualitativen Aussage zur Umsatz- und
Ergebnisentwicklung für das gesamte Geschäftsjahr. Werner betonte.
"Wir wissen zwar, dass das Deutschland-Geschäft im April gut läuft.
Wir wissen aber auch, dass die konjunkturelle Situation unverändert
angespannt ist." Zudem sei die Lage im Ausland sehr ambivalent.
"Keiner kann heute sagen, wann sich die strukturell schwer
angeschlagenen Volkswirtschaften in unseren osteuropäischen Märkten
erholen werden". Es sei deshalb richtig gewesen, frühzeitig den Fokus
auf Ergebnis- und Liquiditätssicherung zu richten und so die
Krisenresistenz des Praktiker Konzerns nachhaltig zu erhöhen. "Diesen
Kurs werden wir strikt weiter verfolgen. Begrenzung der Kosten und
Flexibilisierung der Ausgaben sind das Gebot nicht nur der Stunde,
sondern des gesamten Jahres", betonte Werner.

Angesichts der nicht abschätzbaren konjunkturellen Entwicklung im
In- und Ausland bekräftigte Werner die Aussage, dass der Praktiker
Konzern auch bei einem rückläufigen Umsatz "ein angemessenes,
positives" EBITA erzielen werde.

Originaltext: Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte AG
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Pressekontakt:
Harald Günter
Leiter Presse & Kommunikation
Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte Holding AG
Am Tannenwald 2
D-66459 Kirkel
Tel.: +49 (0)6849 95-2030
Fax: +49 (0)6849 95-1139
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