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Düsseldorf (ots) - Schwellenländer-Anleihen bleiben trotz der
Rallye im vergangenen Jahr bei Investoren auf der Einkaufsliste. Im
Gegensatz zu Industrienationen besticht diese Länderkategorie mit
geringerer Staatsverschuldung und hat die schwere Wirtschafts- und
Finanzkrise erstaunlich gut überstanden. Die dänische
Fondsgesellschaft Jykse Invest sieht auch für 2010 weiterhin
Potential bei den in lokalen Währungen notierten Anleihen von
ausgewählten Schwellenländern. Morten Groth, Fondsmanager des
Emerging-Local-Market-Bonds-Fonds von Jyske Invest, erklärt, warum
sich Investitionen trotz der stark gesunkenen Risikoprämien weiterhin
lohnen: "Letztes Jahr haben Anleger von der Reduzierung der
Risikoaufschläge für Schwellenländer stark profitiert. Im Laufe des
vergangenen Jahres haben sich die Renditen mehr als halbiert, was zu
einer starken Rallye bei Anleihen geführt hat. Dieses Jahr dürfte die
Aufwertung der Währungen der Schwellenländer zur positiven
Entwicklung bei den in lokalen Währungen notierten Anleihen führen."
Im Gegensatz zur Situation in den 90er-Jahren sind Schwellenländer
heute nach der Krise in einer guten Verfassung. Vor allem Rohstoff
exportierende Nationen wie Brasilien konnten durch den Rohstoff-Boom
vor der Krise ihre Kassen füllen und haben mit diesem Geld vielerorts
ihre Schuldenstände reduziert. Gleichzeitig hat sich die Geldpolitik
vieler Schwellenländer deutlich professionalisiert. Mit dem Ergebnis,
dass diese Ländergruppe stabil dasteht - sogar im Vergleich mit den
G8-Staaten - und geldpolitisch teilweise schon wieder im
Zinserhöhungszyklus angekommen sind. Dies dürfte den Währungen dieser
Länder zu Gute kommen.
Morten Groth und sein Team differenzieren allerdings deutlich
zwischen Schwellenländern. "Während wir Lateinamerika und Asien
mögen, sind wir bei Osteuropa zurückhaltend. Denn diese Region hat
nicht vom Rohstoff-Boom profitiert. Vor allem Asien hat sich
schneller als der Rest der Welt von der Wirtschaftskrise erholt, hier
wird die Geldpolitik zügiger als anderorts die Zinsen anziehen."
Neben der Tatsache, dass die in lokalen Währungen notierten
Anleihen von Schwellenländern von einer weiteren Aufwertung der
jeweiligen Währungen profitieren sollten, gibt es laut Wieland
Thyssen, dem Niederlassungsleiter von Jyske Invest in Deutschland,
auch noch einen unterstützenden Nachfrage-Effekt: "Da viele
Investoren ihre Renditeversprechen halten müssen, ich denke da
beispielsweise an Versicherungen und große Pensionsfonds, drängen
immer neue Investoren in den Markt. Dies wird die Anleihen zusätzlich
unterstützen." Diese großen Marktteilnehmer kämen zusehends zu der
Einschätzung, dass sich das Risikoprofil von Schwellenländern
deutlich reduziert habe und dadurch vermehrt Investitionen in diese
Märkte getätigt würden.
Originaltext: Jyske Invest
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