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München (ots) - Thomas Hillek erläutert vorab die Ergebnisse der
weltweiten IBM CFO-Studie 2010 / Viele Finanzabteilungen sind den
gestiegenen Anforderungen nicht gewachsen / Ein Drittel der befragten
Firmen ist über eine traditionelle Finanzfunktion noch nicht
hinausgewachsen
Weltweit besteht in Unternehmen eine große Diskrepanz zwischen den
heutigen Anforderungen an die Finanzmanager und ihren tatsächlichen
Möglichkeiten. Dies belegt die IBM CFO-Studie 2010, deren zentrale
Ergebnisse Thomas Hillek, Managing Partner IT-Beratung IBM in einem
Interview mit dem Online-Portal CFOworld.de vorab erläutert. So seien
Finanzmanager "noch nicht wirklich in der Lage, die gestiegenen
Anforderungen anhand der verfügbaren Daten, Prozesse und Standards
schnell erfüllen zu können." Im weltweiten Durchschnitt fehle "jedem
zweiten Unternehmen beispielsweise eine einheitliche
Planungsumgebung", sagt Hillek. Für die CFO-Studie 2010 befragte IBM
über 1.900 Chief Financial Officers (CFOs) und leitende Finanzmanager
aus 81 Ländern und 35 Branchen.
Viele Finanzabteilungen tun sich demnach immer noch schwer, ihre
Finanzprozesse zu bündeln und sich stärker mit anderen
Unternehmens-Abteilungen zu vernetzen. "Einen durchgängigen und
sauber aufgesetzten Auftragsabwicklungsprozess, der vom Vertrieb bis
in die Finanzabteilung reicht, findet man nur selten", berichtet
Hillek. Ebenso bleibt die technische Integration laut IBM-Studie ein
Manko: "Finanzbuchhaltung, Planung, Vertrieb - jeder arbeitet für
sich." Eine integrierte Planung hätten gerade einmal zehn Prozent
aller befragten Unternehmen.
Im Hinblick auf Kriterien wie Prozesse, Standards und Technik hat
die IBM-Studie die Finanzabteilungen in unterschiedliche Reifegrade
untergliedert. Demnach sind ein Drittel der Firmen weltweit bislang
nicht über eine traditionelle Finanzfunktion hinaus¬gewachsen. Den
höchsten Reifegrad besitzen Finanzabteilungen, die als so genannte
Value Integrator arbeiten. 23 Prozent aller befragten Firmen rechnet
die Studie zu dieser Gruppe. Finanzmanager in solchen
fortschrittlichen Organisationen können auf eine hocheffizient
organisierte Finanzabteilung bauen. Diese zeichnet sich durch
standardisierte Finanzprozesse, der Nutzung von Shared Services und
einheitlichen kaufmännischen Systemen aus. Außerdem sind CFO und
Finanzabteilung technisch und organisatorisch eng mit anderen
Abteilungen vernetzt und können so Maßnahmen und Entscheidungen aktiv
unterstützen beziehungsweise übergreifend durchsetzen. Im Vergleich
zur CFO-Studie von 2008 habe sich laut Hillek jetzt gezeigt, dass die
Zahl solcher schlagkräftigen Finanzabteilungen zugenommen hat.
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Originaltext: IDG-CFOworld
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