|
Hamburg (ots) - Die Frankfurter euromicron AG (ISIN: DE0005660005
/ WKN: 566000) gilt als einer der führenden Hersteller und
Dienstleister im Bereich der Netzwerk- und
Lichtwellenleitertechnologie. Im Interview mit a|m spricht der
Vorstandsvorsitzende Dr. Willibald Späth über die Wachstumspläne
seines Unternehmens.
a|m: Herr Dr. Späth, im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten Sie
den Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr vor allem dank einer
positiven Entwicklung auf dem deutschen Markt um 14% steigern.
Außerhalb Deutschlands mussten Sie allerdings einen Umsatzrückgang
ausweisen. Wie ist diese Entwicklung zu erklären?
Dr. Willibald Späth: Der europäische Markt hat sich insgesamt als
deutlich schwächer als der deutsche Markt herausgestellt. Dazu kam,
dass sich der österreichische Mobilfunkmarkt auch im Jahr 2009 noch
nicht abschließend konsolidieren konnte. Letzteres hat uns
veranlasst, früher als geplant mit unserem sonstigen
Leistungsspektrum den österreichischen Markt zu erschließen, was auch
zu ersten Erfolgen geführt hat, aber die Abweichungen aus dem
schwierigen Mobilfunkgeschäft nicht vollständig kompensieren konnte.
a|m: In welchem europäischen Land neben Deutschland, Ihrem
bislang wichtigsten Markt, sehen Sie mittelfristig das größte
Wachstumspotenzial für Ihr Unternehmen?
Dr. Willibald Späth: Zunächst darf ich Ihnen nochmals bestätigen,
dass Deutschland als unser Heimmarkt auch in den nächsten Jahren eine
interessante Entwicklung vor sich hat, da nahezu in allen
Netzbereichen Modernisierungen und Erweiterungen anstehen. Eine
weiterhin interessante Entwicklung verspricht Italien und ggf. auch
der südosteuropäische Markt.
a|m: Ursprünglich planten Sie, den Umsatz bis 2014 auf ca. 500
Mio. EUR zu steigern. Halten Sie weiterhin an diesem Ziel fest?
Dr. Willibald Späth: Mit den rund 200 Mio. EUR aktuellem Umsatz
per anno haben wir den ersten großen Meilenstein in der
Unternehmensentwicklung erreicht. Der nächste Schritt sieht zunächst
vor, auf der Basis unseres Geschäftsmodells 300 Mio. EUR Umsatz zu
realisieren. Diese Entwicklung ist vorbereitet und lässt somit die
Perspektive auf 500 Mio. EUR weiterhin realistisch erscheinen.
a|m: Welcher Teil des Umsatzanstiegs soll über organisches
Wachstum, welcher über Zukäufe erfolgen?
Dr. Willibald Späth: Auch für die kommenden Jahre haben wir ein
organisches Wachstum von 5 - 10 % eingeplant, obwohl wir in dem
erfolgreichen Jahr 2009 über 10 % erreicht haben. Die nächste Stufe
unserer Unternehmensentwicklung sieht zusätzlich vor, durch einen
größeren Merger in dem Mix mit der organischen Entwicklung die 300
Mio. EUR-Marke bis 2011/2012 zu realisieren.
a|m: Wie sollen die Akquisitionen finanziert werden?
Dr. Willibald Späth: Unsere aktuelle Finanzierungssituation läßt
eine Finanzierung über Bankdarlehen und den eigenen Cashflow zu.
Dennoch denken wir bei dem anstehenden möglichen Investment auch über
eine Kapitalerhöhung nach.
a|m: Für das Geschäftsjahr 2008 haben Sie eine Dividende in Höhe
von 1 EUR gezahlt - mehr als Sie ursprünglich zahlen wollten. Für das
abgelaufene Geschäftsjahr wollen Sie erneut 1 EUR pro Aktie
auszahlen. Wird dies die Aktionäre zufrieden stellen oder werden Sie
womöglich erneut einen höheren Betrag ausschütten müssen?
Dr. Willibald Späth: Zunächst möchte ich daran erinnern, dass es
ein einzelner institutioneller Aktionär war, der 2009 auch entgegen
der Interessen vieler Einzelaktionäre, eine höhere Dividende, als
dies in unserer Liquiditätsplanung vorgesehen war, durchsetzen
konnte. Dieses Jahr realisieren wir über die operative Entwicklung
mehr als 2 EUR Gewinn je Aktie. Der über die 2 EUR hinausgehende
Gewinn resultiert zu einem Großteil aus einer moderaten
Steuersituation. Diesen nicht operativen Gewinnanteil schlagen wir
vor, in den aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeiten zur Vorsorge
auf neue Rechnung vorzutragen. Wir wollen bewusst unsere Politik
fortführen, nicht kurzfristiges Kalkül zu unterstützen, sondern
unsere Verantwortung für wirtschaftlich und längerfristig angelegte
Unternehmensführung zum Wohl des Unternehmens und seiner Aktionäre
beizubehalten.
a|m: Würde Sie das in der Umsetzung Ihrer strategischen Ziele
einschränken?
Dr. Willibald Späth: Eine Einschränkung bei der Umsetzung der
strategischen Ziele würde aus heutiger Sicht nicht die Folge sein.
Gleichwohl war und ist die Stärke der euromicron Gruppe, finanziell
und liquiditätsmäßig maßvoll zu wirtschaften und damit flexibel zu
sein für operative Notwendigkeiten.
a|m: Anfang diesen Jahres hat die NordLB einen Teil ihres
euromicron-Aktienbestandes über die Börse verkauft. Allerdings halten
die Niedersachsen noch immer rund 15%. Für wie wahrscheinlich halten
Sie es, dass sich die NordLB von weiteren Aktien trennen wird?
Dr. Willibald Späth: Wir halten es für sehr wahrscheinlich, dass
sich die Nord/LB auch weiterhin mit der nötigen Verantwortung und
Rücksichtnahme auf den Kapitalmarkt von ihrem Aktienpaket trennen
wird. Dies erscheint uns für das Unternehmen und die Aktie hilfreich.
a|m: Herr Dr. Späth, wir bedanken uns bei Ihnen für das Gespräch.
+++ Weitere Interviews, Nachrichten und Empfehlungen finden
Sie im Internet unter www.aktien-meldungen.de ++
Originaltext: Equity Analyst Ltd.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/75361
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_75361.rss2
Pressekontakt:
a|m Redaktion
Weitere Informationen: www.aktien-meldungen.de
Telefon: 040 4 1111 37 64
www.aktien-meldungen.de ist ein Angebot der Equity Analyst Ltd.
Meldungen aus anderen und ähnlichen Kategorien:
Frankfurt (ots) - Rund 150 junge Unternehmen mit Kapitalbedarf und
ca. 250 interessierte potenzielle Investoren trafen beim 13.
Deutschen Eigenkapitalforum Frühjahr zusammen, das am 28. und 29.
April ...
Toronto, November 5 (ots/PRNewswire) -
- Symbol: NOT:TSX-V
- Ausstehende Aktien: 163.631.957
- Voll verwässert: 173.461.957
Noront Resources Ltd. ...
London (ots/PRNewswire) -
- Konferenz findet vom 3. bis zum 5. Juni 2009 im Marriott Hotel
in Frankfurt (Deutschland) statt
Tecnon OrbiChem (http://www.orbichem.com), ein ...
Königswinter/Bonn (ots) - Steigende Zahl von Insolvenzfällen im
Jahr 2010 - BDU sieht Gesetzgeber gefordert - Änderungen im
Insolvenzrecht notwendig
Infolge der schärfsten Rezession seit ...
Bielefeld (ots) - Die Dr. Wolff-Gruppe in Bielefeld macht weiter
mit Top-Resultaten und kreativen Marketing-Ideen von sich reden. Auch
2009 konnte der Wachstumsprozess der vergangenen Jahre fortgesetzt
werden. ...
Grasbrunn bei München (ots) - NetApp (NASDAQ: NTAP) beendet das
vierte Quartal des Geschäftsjahres 2009 mit einem Umsatz von 880
Millionen US-Dollar im Vergleich zu 938 Millionen ...
|