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Donnerstag, 29. Oktober 2009


Hamburg (ots) - Der international tätige BayWa-Konzern hat seinen
Schwerpunkt in den Bereichen Groß-/Einzelhandel und Dienstleistungen.
Die Geschäftstätigkeiten teilen sich in die drei Segmente Agrar, Bau
und Energie. Vorstandschef Klaus Josef Lutz spricht mit a|m über die
Bedingungen auf dem Markt für erneuerbare Energien und warum ein
Einstieg in den Bereich Photovoltaik für BayWa sinnvoll ist.

a|m: Herr Lutz, gestern haben Sie den Kauf der MHH Solartechnik
vermeldet. Nach "Aufwind Neuer Energien" bereits der zweite Kauf
innerhalb weniger Monate. Warum steigt BayWa in den kriselnden Markt
für erneuerbare Energien ein?

Klaus Josef Lutz: Die erneuerbaren Energien sind eindeutig ein
Markt der Zukunft. Dazu hat sich auch die neue Bundesregierung wieder
bekannt. Die BayWa ist nicht nur ein großer Energielieferant im
Heizöl-, Treibstoff- und Pelletsgeschäft, sondern ist bereits als
Händler im Agrar- und Baustoffbereich bei PV-Anlagen oder
Biogasanlagen tätig. Von daher ist es für uns ein ebenso logischer
wie konsequenter Schritt das Handelsgeschäft mit erneuerbaren
Energien deutlich zu vergrößern. Das aktuelle Problem in diesem
Sektor ist im Übrigen auch weniger ein operatives, als vielmehr ein
'Finanzierungsproblem'.

a|m: MHH ist ein Händler von PV-Anlagen. Welche Synergien ergeben
sich durch den Einstieg von BayWa. Können Sie MHH in den
Vertriebstätigkeiten unterstützen?

Klaus Josef Lutz: Wir werden mit MHH zum einen unser Know-how im
PV Geschäft deutlich erweitern. Zum anderen werden wir noch viel
gezielter breitere Kundensegmente ansprechen können als bisher.
Außerdem möchten wir Synergien im Einkauf nutzen.

a|m: Sie wollen zusammen mit Sunways eine
Projektierungsgesellschaft gründen. Damit fehlt Ihnen entlang der
Wertschöpfungskette noch ein Produzent. Gibt es Überlegungen, in
diesen Bereich einzusteigen?

Klaus Josef Lutz: Als klassisches Handels- und Dienstleistungshaus
haben wir uns bereits sehr früh gegen einen Einstieg in die
Herstellung von Solarzellen und Aggregaten entschieden. Die damit
verbundenen Unwägbarkeiten passen nicht zu unserer risikobewussten
Geschäftspolitik. Dies gilt übrigens sowohl für den Bereich PV, als
auch für die Bereiche Biogas und Wind.

a|m: Den größten Umsatz erzielt BayWa-Konzern mit der Land- und
Ernährungswirtschaft. Wäre es da nicht sinnvoll, die Aktivitäten in
den Bereichen Biosprit bzw. Biogas auszubauen? Mit "Aufwind Neue
Energien" haben Sie hier ja schon eine erste Akquisition getätigt.

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Originaltext: Equity Analyst Ltd.
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