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Köln (ots) -
- Erstmals Generika-Produktion nach WHO-Normen in
Zentralafrika
- Wesentliche Förderung durch die DEG
Am Donnerstag, 8. April 2010, wurde die Arzneimittelproduktion der
Cinpharm S.A. in Kamerun eingeweiht. Dabei handelt es sich um die
erste State-of-the-Art Anlage in Zentralafrika, die nach WHO-Normen
Generika produziert. Die DEG - Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH hat die Finanzierung mit einem Pool
lokaler Banken in Lokalwährung arrangiert. An der Einweihungsfeier
nahmen auch Regierungsvertreter aus Kamerun und den Nachbarstaaten,
der Präsident der "Foundation Chirac", die sich gegen minderwertige
Arzneimittel einsetzt, sowie Vertreter des indischen Fachpartners
Cipla Ltd. teil.
"Die moderne Anlage ermöglicht den Zugang zu sicheren und
effektiven Arzneimitteln in Zentralafrika. Als einer der größten
europäischen Entwicklungsfinanzierer freut es uns besonders,
Finanzpartner in diesem Vorhaben zu sein und damit an der
industriellen Zukunft Kameruns teilzuhaben", sagte Philipp Kreutz,
Mitglied der DEG-Geschäftsführung.
Cinpharm ist Teil der mittelständischen Unternehmensgruppe
Cadyst-Invest S.A. (Cadyst), ein bedeutender Mehlproduzent in Kamerun
und Marktführer in der Herstellung von Nudeln. Anfang 2006 erwarb
Cadyst die stillgelegte Pharmaproduktion Cinpharm und modernisierte
diese nach internationalen Standards. Fachpartner von Cadyst ist
Cipla Ltd., ein renommierter indischer Generikaproduzent, der die
notwendige Produktions- und Fertigungstechnologie nach Kamerun
überträgt.
Die DEG hat die Investition ermöglicht, indem sie mit einer
Garantie die langfristige Finanzierung in Lokalwährung durch
verschiedene Banken initiiert hat. Das DEG-Risiko beträgt rund 6 Mio.
Euro. Zudem vermittelte die DEG einen anerkannten Pharma-Experten,
der maßgeblich am Konzept der Anlage mitgewirkt hat und Cinpharm beim
Aufbau der Betriebsorganisation begleitet und berät. Außerdem
unterstützt die DEG die Einführung eines Risikomanagementsystems aus
Mitteln für Begleitmaßnahmen.
Cinpharm ist der erste inländische Produzent unentbehrlicher
Generika, darunter Malariamedikamente, Antibiotika, Schmerzmittel
sowie Medikamente gegen Magen- und Darmerkrankungen. Dadurch können
teure Medikamentenimporte eingespart und Nettodeviseneffekte in Höhe
von 40,8 Mio. Euro pro Jahr erzielt werden. Außerdem entstehen rund
270 neue qualifizierte Arbeitsplätze.
Der gesicherte Zugang zu Medikamenten in Schwellen- und
Entwicklungsländern ist der DEG ein besonderes Anliegen. So
finanzierte sie 2009 bereits die Produktion von Arzneigrundstoffen in
Indien und gewährte 2008 dem Hersteller eines Wirkstoffes für
Malariamedikamente in Ostafrika ein beteiligungsähnliches Darlehen.
Originaltext: DEG - Dt. Invest. und Entwicklungsges.
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